Alle Hunde können beißen - auch Chihuahua

Gibt es "Kampfhunde"? Diese Hunde stehen in Hessen auf der Rasseliste

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Gelten als gefährlich oder potentiell gefährlich: Unter anderem diese Hunderassen stehen laut Hundeverordnung in Hessen auf der Liste.

Schwalmstadt/Kassel. In Kassel hat ein Dobermann-Mix zum zweiten Mal Kinder angegriffen - als "Kampfhund" gilt seine Rasse allerdings nicht. Über gefährliche Hunde und das Versagen der Rasseliste.

Hundebisse sorgen regelmäßig für Wut auf Tier und Halter – allein im Jahr 2018 gab es in der Region mehrere blutige Vorfälle: In Kassel verletzte der selbe Dobermann-Mix gleich zweimal Grundschüler, in Nordhausen wurde eine Frau von einem Schäferhundmischling angegriffen, in Söhrewald hetzten zwei Schäferhunde eine Malteserhündin zu Tode. Zu den umgangssprachlich als "Kampfhunden" bezeichneten Tieren zählt keine dieser Rassen. Dennoch wird seit Frühjahr, als ein Staffordshire-Terrier-Mischling in Hannover seinen Halter und dessen Mutter tot biss, wieder einmal heftig über sogenannte Listenhunde debattiert – also über Hunde, die auf einer Rasseliste der Bundesländer stehen und damit laut Gesetz als gefährlich gelten. Spielt die Rasse für das Gefahrenpotential eines Hundes tatsächlich die entscheidende Rolle?

"Nein", sagt die Tierärztin Dr. Beate Christ-Mackedanz aus Schwalmstadt-Allendorf. Sie ist berechtigt, an Hunden Wesensprüfungen durchzuführen. Diese werden zum einen dann durch das Ordnungsamt angeordnet, wenn ein Hund bissig ist, Tiere unkontrolliert gehetzt oder gerissen oder einen Menschen ohne Anlass bedroht oder angegriffen hat. Zum anderen, sobald die Rasse eines Hundes auf der Liste gefährlicher Rassen in der Hundeverordnung steht.

Dr. Beate Christ-Mackedanz züchtet Labradore wie ihre Hündin Brenda. 

Warum gibt es diese Liste? Die Geschichte vom Pitbull Zeus

Laut Christ-Mackedanz ist ein Hund nicht allein aufgrund seiner Rasse gefährlich oder als "Kampfhund" zu bezeichnen. Dennoch legen die Listen verschiedener Bundesländer seit 18 Jahren fest, welche Rassen als gefährlich gelten. 

Angefangen hat das mit Zeus, einem Pitbull, der im Jahr 2000 in Hamburg den sechsjährigen Jungen Volkan tot biss. Gegen den Hundebesitzer Ibrahim K. waren schon zuvor Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes, Beleidigung, schweren Diebstahls, dreifachen Straßenraubs und Hausfriedensbruchs gestellt worden. Seinen Pitbull hatte er für illegale Hundekämpfe scharf gemacht.

Wie der Spiegel berichtete, hängte Ibrahim K. seinem Tier beim Rennen Autoreifen um den Hals, ließ ihn Schaukelsitze durchbeißen, die zwei Meter über dem Boden hingen, und fütterte ihn mit Anabolika. Vor seinen Kämpfen wurde er tagelang ohne Futter im dunklen Keller eingesperrt. Zeus galt als stärkster Hund der Szene, er wurde "König von Hamburg" genannt. 

Nachdem er einen kleinen Jungen getötet hatte, ging dann alles ganz schnell: „Telefonkonferenz der Innenminister, Kabinettsbesprechung, Aktuelle Stunde im Bundestag – in Rekordzeit gab es neue Verordnungen in Bund und Ländern“, berichtete die ARD am 13. Juli 2000. Seitdem wird unter anderem der Pitbull auf der Liste gefährlicher Rassen in mehreren Bundesländern geführt.

Hat die Liste versagt?

Laut der hessischen Beißstatistik wurden im Jahr 2016 insgesamt 297 Menschen und im Jahr 2017 309 Menschen durch Hunde verletzt. Nur 37 beziehungsweise 35 dieser Verletzungen wurden von Listenhunden verursacht, das ging aus einer Antwort des Innenministeriums auf Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke im Hessischen Landtag hervor. 

„Die aktuellen Beißstatistiken belegen erneut ein klägliches Versagen der Rasseliste, die lediglich eine Scheinsicherheit vorgaukelt", sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei der Tierschutzorganisation Tasso laut einer Pressemitteilung zu diesem Thema. Die Zahlen der Beißvorfälle stagnieren seit über zehn Jahren - und das trotz Rasseliste. Tasso fordert daher die Abschaffung der Liste.

Verschiedene Statistiken stützen das seit Jahren, beispielsweise die von Stefanie A. Ott von der Tierärztlichen Hochschule Hannover: Schon 2008 belegte sie, dass Listenhunde nicht häufiger beißen als andere Rassen.

Auch die Verhaltenswissenschaftlerin Dorit Urd Feddersen-Petersen hat mehrfach darauf hingewiesen, dass es keine besonders gefährlichen Hunderassen gibt. Rassenkataloge, die Hunde mit gesteigerter Gefährlichkeit auflisten, seien irreführend. Sie würden einen Hundemissbrauch fördern, indem sie diese Hunde für ein bestimmtes Klientel an Hundebesitzern, zu dem beispielsweise Ibrahim K. gezählt werden kann, erst recht attraktiv machen. 

Mehrere Bundesländer wie Niedersachsen und Thüringen haben die Liste mittlerweile wieder abgeschafft, Hessen hält aber bis heute daran fest. 

Welche Hunderassen sind ungefährlich?

Grundsätzlich könne jeder Hund gefährlich werden, sagt auch Christ-Mackedanz. Sogar Golden Retriever oder Chihuahua könnten beißen. „Das ist eine Erziehungsfrage.“ Als Hundebesitzer müsse man so viel wie möglich tun, damit nichts passiert. Sie betont aber auch: „Ein Restrisiko bleibt.“ Ganz egal, wie gut ein Hund erzogen wurde. So sei beispielsweise Gruppendynamik bei Hunden schwer einzuschätzen. Besonders aufpassen müssen Halter zudem in Gegenwart von Kindern.

Hund und Kind: Warum werden Kinder so oft gebissen?

Kinder seien häufig von Beißvorfällen betroffen, da viele das Verhalten der Tiere falsch einschätzen: Zeige man Kindern Bilder von Hunden, die die Zähne fletschen, sagen sie: „Der Hund lächelt“, berichtet Christ-Mackedanz. Eine andere Ursache für Missverständnisse zwischen Hund und Kind besteht oft darin, dass ein Hund als Welpe überhaupt keine oder keine positiven Erfahrungen mit Kindern gemacht hat. Bis zur 16. Woche sollte ein Hund mit Kindern in Berührung gekommen sein. Und auch dann rät die Tierärztin: „Kinder und Hunde sollte man nie unbeaufsichtigt lassen.“

Bei welchen Rassen sollte man besonders vorsichtig sein?

Hunde wurden über Jahrhunderte für bestimmte Zwecke gezüchtet: für die Jagd, als Wach- oder Hütehunde beispielsweise. Wenn ein Hund seiner Aufgabe nicht nachgehen kann, ist sein Besitzer möglicherweise von Erziehung und Haltung überfordert und der Hund kann für die Umwelt gefährlich werden. „Es gibt Hunde, die eher für den Polizeidienst, die Bundeswehr oder den Schutzdienst geeignet sind als für die Familie“, sagt Christ-Mackedanz. 

Sie ist dafür, dass Hunde nicht nach Rasse, sondern nach Auffälligkeit die Wesensprüfung absolvieren müssen. „Dabei sollte man nicht darauf warten, dass es einen Beißvorfall gibt.“

Wie läuft eine Wesensprüfung ab?

Zunächst muss der Halter schriftlich erklären, dass sein Hund gesund ist und dass ihm keine Medikamente verabreicht wurden. Schon beim ersten Handschlag zwischen Tierärztin und Hundehalter wird das Tier beobachtet: Wie reagiert es beim Händeschütteln? Lässt es das zu? Anschließend muss es sich am Kopf anfassen, seine Zähne untersuchen, Gliedmaßen hochheben und Stockmaß messen lassen. 

Zudem findet eine Prüfung im öffentlichen Raum statt. „Ich fahre nach Ziegenhain oder Treysa“, sagt Christ-Mackedanz. Erforderlich ist nämlich ein mittleres Personen- und Fahrzeugaufkommen. Hier schaut die Tierärztin, wie sich der Hund bei Kindern, Fußgängern, Radfahrern und Joggern verhält, und was passiert, wenn man ihn allein lässt. 

Wird der Hund aufgrund eines Vorfalls geprüft, muss diese Situation nachgestellt werden. Geprüft wird auch, wie der Hund auf Bedrohung reagiert: Die Tierärztin geht etwa zügig auf ihn zu, fixiert ihn, schreit ihn an oder gibt vor, ihn mit einem Schirm oder einem Stock zu bedrohen. Rennt er weg? Bleibt er beim Halter? Oder wird er möglicherweise aggressiv? Anschließend muss er sich wieder anfassen lassen. 

Verboten sind währenddessen Leckerlies und Spielzeug. Der Halter darf aber durch Streicheln oder Kommandos auf den Hund einwirken. Fällt er dennoch durch, entscheidet das Ordnungsamt, was mit dem Hund geschieht. Möglicherweise darf er nur an der Leine oder mit Maulkorb geführt werden. Je nach Prüfungsergebnis kann das Ordnungsamt auch eine Einschläferung anordnen.

Wie läuft eine Sachkundeprüfung ab?

Sachkundeprüfungen müssen Halter von Listenhunden sowie von auffällig gewordenen Hunden ablegen. Insgesamt werden 30 Fragen gestellt, von denen 21 richtig beantwortet werden müssen. 

Hundeführerschein in Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es keine Rasseliste. Hier muss allerdings jeder Hundehalter, der in den vergangenen zehn Jahren nachweislich keinen Hund gehalten hat, einen Hundeführerschein machen. Er besteht aus einem Praxistest und einer theoretischen Prüfung.

Rasseliste: Welche Hunde sind Listenhunde in Hessen?

Hunde, die in Hessen als Listenhunde geführt werden, darf laut Hundeverordnung halten, wer "eine Erlaubnis der zuständigen örtlichen Ordnungsbehörde erhalten hat." Diese Erlaubnis bekommt ein Hundehalter, wenn der Hund die Wesensprüfung und er selbst die Sachkundeprüfung bestanden hat. Ausgenommen von der Regelung sind Behörden, Tierheime und Jäger. 

Diese Hunde werden in Hessen als Listenhunde geführt:

Pitbull Terrier oder American Pitbull Terrier 

Der American Pitbull Terrier

Der Pitbull Terrier ist aus einer Kreuzung von Bulldogge und Terrier entstanden und wurde einst in Rattenfänger-Wettbewerben eingesetzt. Das Ziel: Der Hund sollte möglichst viele Ratten in kurzer Zeit töten. In England und Irland wurde er außerdem für Hundekämpfe eingesetzt. Bis heute ist dieser Teil seiner Geschichte in seinem Namen erkennbar: "Pit" bezeichnete die Arena für Hundekämpfe. 

Tiere, die Menschen anfielen, wurden aus der Zucht herausgenommen – der Pitbull Terrier ist daher gegenüber Menschen meist unterordnungsbereit und nicht als Wachhund geeignet. Die amerikanische Tierschutzorganisation ASPCA (American Society for the Prevention of Cruelty to Animals) beschreibt ihn als intelligent und sanftmütig. Er ist ein freundlicher, verspielter und liebevoller Hund, muss dafür aber auch sorgfältig sozialisiert werden. 

Er wiegt bis zu 27 Kilo und ist 43 bis 53 Zentimeter groß. Er hat kurzes, dichtes, glänzendes Fell.

American Staffordshire oder Staffordshire Terrier 

Der American Staffordshire

Der American Staffordshire stammt ursprünglich von der gleichen Linie wie der Pit Bull Terrier, wurde aber für Ausstellungen statt für Hundekämpfe gezüchtet. Der American Kennel Club, der Hundekämpfe nicht tolerierte, erkannte den American Staffordshire als offizielle Hunderasse an, während der American Pitbull Terrier vom United Kennel Club gefördert wurde – dieser Club erließ verbindliche Wettkampfregeln für Hundekämpfe. 

Der Kopf des American Staffordshires ist groß, keilförmig und kräftig, die Nase schwarz, die Augen sind tief, dunkel, rund und liegen weit auseinander, die Lider sind pigmentiert. Er ist 43 bis 48 Zentimeter groß, sein Fell ist kurz und glänzend. 

Er gilt als stark, mutig, aufmerksam und intelligent, wurde aber von unseriösen Züchtern und Haltern oft aggressiv gemacht. Er kann in der richtigen Hand sehr treu, anhänglich und ergeben sein.

Staffordshire Bullterrier 

Der Steffordshire Bullterrier

Die Vorfahren des Staffordshire Bullterrier waren kleine, bullige Hunde, die vor 250 Jahren in Mittelengland gehalten wurden und Ratten vernichten sollten. Bald entwickelte sich daraus der blutige Sport „Rattenbeißen“, später züchtete man die Hunde auch dafür, gegen andere Hunde zu kämpfen. 

Der Staffordshire Bullterrier wurde zum Statussymbol der Arbeiterklasse in den Kohlegebieten. Erst mit dem Verbot der Hundekämpfe in England im Jahr 1835 konzentrierten sich die Züchter eher auf die Eigenschaften als Familienhund. 

Der Staffordshire Bullterrier ist ein intelligenter, mutiger, tapferer, hartnäckiger Hund, der sehr liebevoll, menschen- und kinderfreundlich sein kann. Er sollte schon früh positive Erfahrungen beim Kontakt mit anderen Hunden machen. 

Er ist 35,5 bis 40,5 Zentimeter groß, 11 bis 17 Kilo schwer, sein Kopf ist breit und kurz und er hat Rosen- oder Halbstehohren. Sein Fell ist kurz, glatt und dicht. Unerwünscht ist eine schwarze Fellfarbe mit bräunlicher Schattierung sowie leberfarbenes Fell.

Bullterrier 

Der Bullterrier

Der Bullterrier wurde anfangs für Hundekämpfe gezüchtet. Man suchte eine kleine, bewegliche Rasse, deren Schnauze besonders gut zubeißen kann, daher kreuzte man die englische Bulldogge alten Typs, den mittlerweile ausgestorbenen White English Terrier und den Dalmatiner. 

Nach dem Verbot der Hundekämpfe konzentrierten sich auch Bullterrier-Zuchtverbände eher auf die Tauglichkeit der Rasse für Ausstellungen und für die Familie. In der richtigen Hand kann er ein sensibler, freundlicher, verspielter und anhänglicher Hund sein, von Natur aus ist er außerdem verteidigungsbereit. 

Der Hund ist kräftig und muskulös, er hat einen eiförmigen Kopf mit sogenannter römischer Nase und kurzes, glattes Fell, meist reinweiß. Die Ohren sind steif aufgerichtet, klein, dünn und nah beieinander.

American Bulldog 

American Bulldog

Der American Bulldog stammt Vermutungen zufolge vom English Bulldog ab, der als Wachhund auf Bauernhöfen Vieh schützte und zudem bei blutigen Sportarten wie Stier-Hetze eingesetzt wurde. Eingekreuzt wurden Boxer, Dogo Argentino und Pointer. Es bildeten sich mehrere verschiedene Linien des American Bulldog. 

Der Hund hat ein hohes Energieniveau, braucht reichlich Auslauf und viel körperliche Beschäftigung. Er lernt schnell, ist unabhängig und kann eigenwillig und dominant sein. Bei falscher Erziehung und Sozialisation kann er aggressiv und unausgeglichen werden. Mit genügend Pflege und Aufmerksamkeit wird er aber ein freundlicher und liebevoller Begleiter, der eine enge Bindung zur Familie aufbaut. 

Er ist stämmig, hat einen mächtigen Kiefer und eine kastenförmige Schnauze.

Dogo Argentino 

Dogo Argentino

Der Dogo Argentino stammt aus Argentinien, hier wird er seit Jahrzehnten als Gebrauchshund gehalten. Er ist ein Jagdhund, der unter anderem für die Wildschweinjagd, als Haushund, Wachhund und Familienhund eingesetzt wird. Um ihn vor Fehlschüssen von Jägern zu bewahren, wurde ihm eine weiße Farbe angezüchtet. Da er einen hervorragenden Geruchssinn hat, kann er auch zum Fährtenhund ausgebildet werden. 

Er ist selbstbewusst, mutig und ausdauernd. Seiner Familie gegenüber ist er absolut loyal, außerdem gilt er als unbestechlich. Sein Jagdtrieb ist stark, in Kombination mit seiner Eigenständigkeit führt das dazu, dass seine Haltung nicht ganz einfach ist. Er braucht viel Bewegung, Beschäftigung, Fürsorge und im Idealfall eine Aufgabe. Er ist etwa 69 Zentimeter groß und reinweiß.

Kangal 

Kangal

Der Kangal ist ein Hirtenhund, der ursprünglich aus der Türkei stammt und seit dem 12. Jahrhundert zum Schutz für Schafherden eingesetzt wurde. Seit 1975 werden Kangals außerdem in einem Trainingsprogramm in der Türkei für militärische Zwecke ausgebildet. Mittlerweile gibt es in zahlreichen Ländern Kangal-Zuchtverbände. 

Er ist ein selbstständig agierender Beschützer und Wächter, intelligent, unabhängig, stolz und vertrauenswürdig. Fremden gegenüber ist er misstrauisch, anderen Hunden gegenüber dominant und eher unverträglich. Er beansprucht ein großes Revier – ohne viel Raum ist es schwierig, ihn artgerecht zu halten. 

Besonderes Merkmal des Hundes ist seine schwarze Maske. Die Fellfarbe ist einheitlich von creme bis dunkelgrau. Er ist ein muskulöser Hund, länger als hoch, mit dickem Fell und dicker Unterwolle.

Kaukasischer Owtscharka 

Kaukasischer Owtscharka

Der Kaukasische Owtscharka, oder auch Kaukasischer Schäferhund genannt, ist eine alte Hirtenhunderasse, die aus dem Kaukasus stammt und in Armenien, Dagestan und Aserbaidschan weit verbreitet ist. Kaukasen wurden unter anderem als militärische Wachhunde genutzt. Sie sind furchtlose, zuverlässige Hunde mit großem Schutzverhalten. Fremden gegenüber sind sie abweisend, nachgiebige Personen erkennen sie nicht als Rudelführer an. Unterwürfig ist der Owtscharka nicht, allerdings kann er bei artgerechter Erziehung ausgeglichen, anhänglich, sensibel und kinderlieb sein. 

Kaukasen sind widerstandsfähig und robust, sie können – mit wettergeschützter Unterkunft – auch im Freien leben. Für den Zwinger sind sie allerdings nicht geeignet, sie brauchen freien Auslauf, am besten ein eingezäuntes Grundstück, das sie bewachen können. 

Hündinnen sind mindestens 64 und Rüden mindestens 68 Zentimeter groß, ihre Haare sind grob, ihr Unterhaar stark entwickelt und heller.

Rottweiler

Rottweiler

Der Rottweiler war im Mittelalter ein wichtiger Helfer für Viehhändler und Metzger - besonders in der Reichsstadt Rottweil im heutigen Baden-Württemberg, einem damaligen Viehhandelszentrum. Die Hunde hatten die Aufgabe, Großvieh zu bewachen und zu treiben. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Rottweiler als Polizei- und Militärhund anerkannt.

Der Weltverband FCI (Fédération Cynologique Internationale), der für die einheitliche Beschreibung von Hunderassen zuständig ist, beschreibt den Rottweiler als freundlichen, kinderlieben, sehr anhänglichen, gehorsamen, führigen und arbeitsfreudigen Hund. Er ist selbstsicher, nervenfest und unerschrocken.

Seinen schlechten Ruf hat der Rottweiler durch Beißvorfälle bekommen. Eine Schweizer Untersuchung zu Hundeverletzungen kam 2002 zu dem Ergebnis, verglichen mit seiner Häufigkeit in der Hundepopulation beiße der Rottweiler überdurchschnittlich oft. 

Er ist bis zu 68 Zentimeter groß, schwer und stämmig. Sein Fell ist kurz, schwarz und zeichnet sich an an Lefzen, Fang, Augenbrauen, Schwanzwurzel, Brust und Beinen rotbraun ab.

Dieses Video ist Teil der Plattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Quelle: HNA

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