Junge Autorin: Wie Film schauen im Kopf

Literaturforum: Lisa Neumann aus Gudensberg experimentiert mit Sprache

Gudensberg. Dass ihre Kurzgeschichte (Titel: Dialog in der Küche) tatsächlich als preiswürdig bewertet wurde, war für Lisa Neumann eine echte Überraschung. Die Preisverleihung im Erfurter Jugendtheater Die Schotte am vergangenen Wochenende wurde zum zweiten Höhepunkt der noch jungen literarischen Karriere der 17-Jährigen aus Gudensberg.

Sie hält das Büchlein, in dem ihr Beitrag zusammen mit den 28 anderen der 29 Preisträger abgedruckt wurde, stolz in die Höhe. Schließlich werden nur wenige Autoren schon mit 17 Jahren veröffentlicht.

Ihrer Deutschlehrerin an der Fritzlarer Ursulinenschule hat es Lisa Neumann in erster Linie zu verdanken, dass sie jetzt den Preis erhielt. "Sie wies mich auf das Literaturforum hin und fragte, ob ich nicht etwas einreichen wolle", sagt sie.

Bereits seit der 7. Klasse beschäftigt sich die künftige Abiturientin mit dem Schreiben, hat sich auch schon mal an einem Jugendroman, aber auch an Gedichten versucht. Sie liebt es, ihre Ideen im Kopf auszuspinnen, der Fantasie freien Lauf zu lassen. Das sei wie Film im Kopf schauen, sagt sie und zitiert damit ihren Lieblingsautor Stephen King.

Die Ideen bekommt sie von überall her, das Formulieren und sprachliche Umsetzen macht ihr viel Spaß. Es sind halt keine Grenzen gesetzt, wenn man eine Geschichte erfindet, die sich nach und nach entwickelt.

Wichtig ist der Schülerin auch das Gespräch über das, was sie geschrieben hat. Da ist der Vater, der ein guter Kritiker sei und ihr früher immer viel vorgelesen habe, genau wie die Oma.

Nach dem Abi im nächsten Jahr will Lisa Neumann ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland absolvieren, danach Germanistik und Ethik für Lehramt studieren. Aber schreiben, das wird sie künftig immer weiter.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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