Bei Apfeltag in Wolfershausen wurden zwei Tonnen Früchte gepresst

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Alles im Zeichen des Apfels: von links Christian Schneider, Reiner Pilgram und Frank Hillberger veranstalteten in diesem Jahr den bereits 3. Apfeltag am DGH von Wolfershausen. Der 13-jährige Angelo Calcagno verarbeitete 40 Kilo Äpfel zu Saft.

Wolfershausen. Sie sind rot, gelb und grün. Groß und prächtig oder klein und runzelig. Aber eines haben sie alle gemein: Sie schmecken hervorragend. Zum mittlerweile 3. Apfeltag waren auch am Samstag wieder viele Wolfershäuser zu ihrem Dorfgemeinschaftshaus gekommen.

Voll bepackt mit Äpfeln, aus denen in einer mobilen Saftpresse köstlicher Apfelsaft gepresst wurde.

Einer von ihnen: der 13-jährige Angelo Calcagno. „Ich habe vom Baum eines Freundes etwa 40 Kilo gesammelt“, sagte der Schüler. „Daraus bekomme ich nun ungefähr 20 Liter Apfelsaft.“ Und der sei lecker - so lecker, wie kein industriell gefertigter Saft.

Obst muss nicht verrotten

Die Idee für diesen Apfeltag stammt von Christian Schneider vom Wolfershäuser Heimatverein: „Als ich mal spazieren ging, sah ich die vielen Apfelbäume, an denen die Früchte vor sich hinrotteten“, erzählte Schneider. Da habe es ihm leid getan, dass dieses wertvolle Nahrungsmittel einfach so an den Bäumen verkommt. „Man muss sich überlegen: Für Äpfel und Apfelsaft zahlen die Menschen im Supermarkt richtig Geld“, heimische Früchte blieben hingegen meist an ihren Ästen hängen, bis sie zu fauligem Fallobst und damit wertlos werden. „Und das wollten wir ändern“, sagte Reiner Pilgram vom Heimatverein.

Etwa 17 Apfelsammler waren am Samstag angemeldet, ihr Obst zum deliziösen Getränk verarbeiten zu lassen. „Insgesamt haben wir über zwei Tonnen Äpfel zu pressen“, sagte Christian Schneider. Das sei ungefähr so viel Masse, wie in den Vorjahren zu bewältigen war-

„Wir wollen zwei Dinge erreichen“, sagte Christian Schneider: erstens, dass die Menschen sich auf die Ernte heimischer Früchte konzentrieren und zweitens, dass die Bäume der Gemeinde gepflegt werden.“ Mit dem Apfeltag kommen die Wolfershäuser diesem Ziel ein Stückchen näher. (zbg)

Quelle: HNA

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