Lkw-Lärm in Felsberg: Steinmetz soll mit Spediteuren reden

Lkw-Verkehr in der Felsberger Ortsdurchfahrt: Seit Jahren klagen Anwohner der Untergasse und des Obertors über eine permanente Lärmbelästigung. Ein Großteil der Laster hat Baustoffe geladen. Foto: M. Berger

Felsberg. Seit Jahren klagen Anwohner der Felsberger Untergasse und des Obertors über vorbeidonnernde Lastwagen auf der Ortsdurchfahrt. Jetzt soll Bürgermeister Volker Steinmetz persönlich mit den Verantwortlichen über eine Lösung sprechen. Das schrieben die Stadtverordneten dem Rathauschef auf Antrag der SPD-Fraktion ins Pflichtheft.

Fraktionsvorsitzender Michael Kranixfeld sagte am Donnerstagabend, seit Jahren fühlten sich Anwohner im Bereich Untergasse und Obertor durch Baustofftransporte massiv belästigt. Großen Anteil an dem Schwerlastverkehr hätten die Betreiber des Steinbruchs in Rhünda und des Kieswerks in Lohre. Nachdem bisherige Initiativen gegen die Transporte fruchtlos geblieben seien, müsse der Bürgermeister alle Register ziehen, um den auf Dauer nicht hinnehmbaren Zustand zu ändern.

Grüne: Umgehung nötig

„Was wir brauchen, ist die Umgehung“, sagte Peter Hammerschmidt (Bündnisgrüne) zu dem SPD-Vorstoß. Gegen die Baustofftransporte habe die Stadt keinerlei rechtliche Handhabe. Zudem sei es problematisch, die Laster einfach auf andere Strecken zu leiten. Umwege könnten den Felsberger Unternehmen zudem teuer zu stehen kommen, zumal in der Branche der Transport oft ebenso teuer sei wie die Fracht.

Karl Meyfarth von der DFB-Fraktion kritisierte den SPD-Antrag als Propaganda ohne Wirkung: Ebenso gut könne man den Bürgermeister anweisen, einen Luftballon aufzublasen und anschließend die Luft wieder rauszulassen.

Dauerhafter Dialog

Bürgermeister Volker Steinmetz begriff den Auftrag als „Steilvorlage“. Bereits im Juni habe die Stadt bei einer Verkehrszählung in der Ortsdurchfahrt die 25 wichtigsten Speditionen ermittelt und anschließend zu einem Gespräch eingeladen. Daraus sei zwar nichts Schriftliches herausgekommen, aber immerhin die ausgesprochene Absicht seitens der Unternehmen, die Felsberger Ortsdurchfahrt so gut es geht zu umfahren. Nun komme es darauf an, mit den Unternehmen dauerhaft im Dialog zu bleiben und die Gespräche zu wiederholen. (lgr)

Quelle: HNA

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