Lobenhäuser Brücke wird diese Woche fertig

Sie brachten das Geländer an: Michael Weirauch (links) und Steve Kliegmann von der Bauschlosserei M.v. Skwarczinsky auf der neuen Brücke über den Freitagsbach. Foto: Féaux de Lacroix

Lobenhausen. Die Anwohner der Brücke in Lobenhausen haben sich mittlerweile an die Dauerbaustelle gewöhnt. „Wir werden das richtig vermissen“, scherzt eine Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Nach knapp eineinhalb Jahren sollen die Bauarbeiten nach Angaben von Hessen Mobil voraussichtlich in dieser Woche abgeschlossen werden - sechs Monate später als ursprünglich geplant.

Die alte Brücke über den Freitagsbach war baufällig, sie wurde deshalb abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Im Juli 2012 hatten die Bauarbeiten begonnen. Seitdem ist die Kreisstraße, die über die Brücke führt, gesperrt, der Verkehr wird innerorts über Waldstraße und Am Freitagsbach oder über die Bundesstraße 83 umgeleitet.

Sechs Monate Verzögerung

Eigentlich hätte die neue Brücke bereits am 3. April dieses Jahres fertig sein sollen. Anfang März teilte Hessen Mobil dann mit, dass sich die Bauarbeiten noch bis in den Mai hinein ziehen würden. Doch auch dieses Datum konnte nicht eingehalten werden.

Ursache für die Verzögerung waren Schwierigkeiten mit dem Untergrund, erklärte Rolf-Reiner Lescher. „Die Brücke sollte eigentlich in Flachgründung gebaut werden - wegen des schlechten Untergrunds musste dann auf Tiefengründung umgestellt werden.“ Um die Brücke zu stützen, wurden Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern bis zu einem Meter in den Boden eingelassen. Das kostete mehr Zeit als ursprünglich veranschlagt war. Auch das Fuldahochwasser, das die Baustelle überflutete, brachte den Zeitplan durcheinander.

Die Lobenhäuser tragen es mit Fassung: „Wir haben ja gesehen, was für Schwierigkeiten es gab“, sagt ein Anwohner. „Da können die Bauarbeiter nichts dafür.“ Er sei ja froh, dass die Brücke überhaupt erneuert wurde - „besser, sie geben das Geld hier in Lobenhausen aus als anderswo.“

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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