Ortsfeuerwehr baut eine Kinderabteilung auf – bislang zwölf Jungen und Mädchen dabei

Löschen wie die Großen

Freuen sich schon auf die Feuerwehr: Isabell (5 Jahre), Lisa (5), Tom (4), Nicolas (3), Hanna (8), Svenja (10), Johanna (9) und Nele (11). Nadine Riese wird den Nachwuchs betreuen. Foto:  Wenderoth

Beuern. Mit spektakulären Aktionen wartete die Freiwillige Feuerwehr in Beuern am Sonntag bei ihrem Aktionstag auf. Immer wieder knallte es ohrenbetäubend, als Spraydosen explodierten und durch den Druck in die Luft geschleudert wurden. Flammen schossen meterhoch in den Himmel, als die Brandschützer dem staunenden Publikum die Gefahren einer Fettexplosion simulierten.

Wehrführer Mirko Riese und sein Team hatten sich einiges einfallen lassen, um das Interesse an der Feuerwehrarbeit zu wecken, denn Aktive fehlen in Beuern, wie in vielen anderen Wehren auch.

Der Lohn der Bemühungen: In der Feuerwehr Beuern soll jetzt eine Kindergruppe gegründet werden. Zwölf Jungen und Mädchen im Alter von vier bis sieben Jahren wollen bislang mitmachen, berichtete Nadine Riese. Sie wird die Gruppe betreuen und erläuterte den Eltern das geplante Programm.

Alle 14 Tage sollen die Treffen stattfinden. Spielerisch werden die Kinder dann an Themen wie Notruf, Erste Hilfe, den richtigen Umgang mit Streichholz und Feuerzeug sowie die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt. Nadine Riese zeigte sich hocherfreut über die gute Resonanz: „Mit so einem Erfolg hätte ich nicht gerechnet. Das gibt Hoffnung für die Zukunft.“

Gerade für die Kinder hatte die Feuerwehr interessante Aktionen vorbereitet. Besonders Mutige konnten ihre Sitzfestigkeit auf dem elektrischen Rodeoschaf Ronja der Kreisjugendfeuerwehr ausprobieren. Die Jüngsten ließen sich Buttons mit selbst gemalten Bildern prägen und testeten mit der Kübelspritze ihre Treffsicherheit an den Fallklappen.

Ausgesprochen beliebt bei den Jungen und Mädchen waren Fahrten mit dem Feuerwehrauto – besonders dann, wenn zum Fahrtbeginn auch noch das Martinshorn eingeschaltet wurde.

Viele Bewohner aus dem kleinen Felsberger Stadtteil hatten bei strahlendem Sonnenschein den Weg zum Feuerwehrhaus gefunden. Neben den Feuerwehraktionen lockten dort auch leckere selbstgebackene Kuchen und Torten, sowie Gegrilltes. In geselliger Atmosphäre ergab sich manches Gespräch zwischen Besuchern und Feuerwehrleuten. Die haben die Hoffnung, dass sich der eine oder die andere künftig ebenfalls in der Ortsfeuerwehr beteiligen wird.

Auch Felsbergs Stadtbrandinspektor Klaus Siemon und der Beauftragte für Mitgliedergewinnung beim Landesfeuerwehrverband Hessen, Helmut Raab (Dietzenbach) zeigten sich erfreut von dieser Aktion in Beuern. Ebenso wie Felsbergs Erster Stadtrat Jürgen Rath waren sie der Meinung, dass die Brandschützer in Beuern auf dem richtigen Weg sind. Nur jene Feuerwehren, die eine gute Jugendarbeit leisten, hätten eine gesicherte Zukunft. (zot)

Quelle: HNA

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