Diskussionen im Stadtparlament

Lösungen für das DGH Trutzhain weiter nicht in Sicht

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Nasse Wände, Setzungen, Risse: Das Dorfgemeinschaftshaus Trutzhain gibt ein jammervolles Bild ab.

Trutzhain. Die Wogen der Emotion gingen hoch, als das DGH Trutzhain kürzlich wieder einmal Topthema in der Stadtpolitik war.

Es sollte sich zeigen, dass die Hoffnungen in Hessens jüngster Ortschaft doppelt enttäuscht werden sollten. Das Stadtparlament versagte der bloßen Prüfung einer Förderfähigkeit in Wiesbaden eine mehrheitliche Zustimmung, doch weil Bürgermeister Stefan Pinhard den Antrag vorsorglich auf den Weg gebracht hatte, folgte dann auch noch die Absage aus der Landeshauptstadt.

Doch wie kann es nun weitergehen mit dem völlig maroden Gebäude, dessen restliche Nutzungsdauer wohl irgendwo zwischen fünf und 20 Jahren anzusetzen ist?

Ortsvorsteher Peter Hill untermauert im Gespräch mit der HNA, wie sehr die Trutzhainer an dem Gebäude hängen, sich das ganze Dorfleben daran festmache. Die Affäre um den gefloppten Förderantrag (Investitionspakt Soziale Integration im Quartier) habe das Vertrauen der Trutzhainer in die Lokalpolitik erschüttert, „das ganze Vereinsleben Trutzhain hängt am DGH“. Hinzu kommt, dass Kita im Altbau direkt dranhängt. Dabei sei sehr unklar, wieweit auch eine große Summe überhaupt tragen könnte. Allein schon ein Abriss könnte sehr teuer werden.

PeterHill

Hills Hoffnung ist es fürs Erste, dass übriges Geld aus dem Topf Soziale Stadt – 40 000 Euro – für notbehelfsmäßige Reparaturen freigegeben werden, etwa an den Dachrinnen. Dazu müsste aber das Parlament sein Okay geben, denn das Geld steht zwar noch, zweckgebunden für Trutzhain. Doch auch der Grundsatzbeschluss von 2012, das Gebäude nicht mehr zu sanieren, hat Bestand.

Der Status Quo ist, dass die statische Unbedenklichkeit jährlich bescheinigt werden muss, derzeit ist das Haus noch verkehrssicher, so Bürgermeister Pinhard auf HNA-Anfrage. Kleinere Reparaturen würden erledigt. „Aus Mitteln der Städtebauförderung dürfen Reparaturen und Instandhaltungen nicht finanziert werden, sondern nur durchgreifende Instandsetzungen oder Modernisierungen“, betont der Verwaltungschef. Deshalb wäre seiner Lesart zufolge die Inanspruchnahme aus dem Soziale-Stadt-Topf rechtlich nicht zulässig. Klar ist für den Bürgermeister hingegen, dass in den nächsten Jahren grundsätzlich beraten werden muss, wie es mit den DGH in der ganzen Stadt weitergehen soll – inklusive dem in Trutzhain.

Dort hofft man unterdessen weiter, dass bei guter Ertragslage ein wirklich gut ausgearbeiteter Förderantrag doch Erfolg haben könnte – wann auch immer.

Quelle: HNA

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