Landrat Frank-Martin Neupärtl weist Forderung nach Schließung zurück

Lösungen für kleine Schulen

Schwalm-Eder. Viele kleine Grundschulen im Lande, die mit zurückgehenden Schülerzahlen zu kämpfen haben, sind nicht dauerhaft zu retten. Mit dieser Aussage hat der Präsidenten des Landesrechnungshofes, Manfred Eibelshäuser, kürzlich aufhorchen lassen. Aus Sicht von Landrat Frank-Martin Neupärtl zeugt die Äußerung von völliger Unkenntnis der Situation.

Im Schwalm-Eder-Kreis habe man längst kreative Lösungen gefunden, wenn die Schülerzahlen stark zurückgegangen sind.

Neupärtl nennt dazu mehrere Beispiele:

• Kleeblattschule:

Aus den ehemals selbstständigen Grundschulen in Neukirchen-Seigertshausen, Frielendorf-Obergrenzebach/Leimsfeld sowie Schwalmstadt-Niedergrenzebach sei eine Grundschule mit vier Standorten entstanden. Es gebe nur noch einen Schulleiter. Zwei Schulleitungs-Stellen seien eingespart worden.

• Schulverbund Knüllwald-Remsfeld/Schwarzenborn:

Die kleine Grundschule in Schwarzenborn, die nur noch in zwei Klassen jahrgangsübergreifenden Unterricht anbot, wurde mit der größeren Grundschule zusammengelegt. Auch hier gebe es nur noch eine Schulleitung.

• Schließung von Standorten:

Im Einvernehmen mit den Eltern sei für die Grundschule Schwalmstadt-Wiera festgelegt worden, dass der Standort geschlossen wird, wenn die Schülerzahl unter 17 Schüler sinkt. Diese Situation sei im vergangenen Jahr eingetreten. Die Schule wurde geschlossen. Die Schüler werden jetzt in der Grundschule Schwalmstadt-Treysa unterrichtet.

• Bildung einer neuen Grundschule:

In Abstimmung mit der Gemeinde Willingshausen plant der Schwalm-Eder-Kreis die Bildung einer gemeinsamen Schule. Zurzeit gibt es drei Grundschulen mit fünf Schul-standorten.

Diese Beispiele zeigen aus Sicht des Landrats, dass man im Schwalm-Eder-Kreis sehr verantwortungsvoll mit dem Thema umgehen. Neupärtl: „Wir brauchen keine Belehrungen des Landesrechnungshofes.“, so Neupärtl. Es sei auch nicht akzeptabel, wenn der Landesrechnungshof vorschlägt, in die kommunale Selbstverantwortung einzugreifen. Der Schulträger sei verantwortlich für die Schulentwicklungsplanung. (hro)

Quelle: HNA

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