Er setzt auf neue Firmen

Lothar Rietze will Zierenbergs Bürgermeister werden

+
Wünscht sich weitere Gewerbeansiedlungen: Lothar Rietze vor dem Gebäude der AMS-Möbelmanufaktur in der Nähe des Bahnhofs. An der Niederlassung des Unternehmens in Zierenberg wirkte Rietze seinerzeit maßgeblich mit.

Zierenberg. „Wenn ich etwas anpacke, dann will ich auch Erfolg haben.“ Ein Einzelkämpfer will er dabei aber keineswegs sein, sagt Lothar Rietze über sich selbst. Er möchte in Kürze Bürgermeister der Stadt Zierenberg werden.

Lothar Rietze sieht sich als Teamplayer, der seine Mitarbeiter mitnimmt, um das Potenzial abzurufen. Dabei spielen seine Erfahrungen eine große Rolle, die er über viele Jahre in verantwortlicher Position insbesondere im Logistikbereich sammelte, sagt der 52-Jährige. Somit verwundert es auch nicht, dass das Thema Gewerbeansiedlung eine zentrale Rolle im Wahlkampf des Ur-Zierenbergers spielt, der bis heute im Haus seiner Eltern lebt, wo er auch geboren wurde.

2004 ging er als Geschäftsbereichsleiter für die Rudolph Gruppe nach Leipzig, war dort verantwortlich für Logistik-Projekte des dortigen BMW-Werkes, Daimler Werk Kassel sowie diverse Lagerstandorte für das VW Werk. Die seinerzeit geknüpften Kontakte nutzte er, um bereits vor einigen Jahren eine mögliche Ansiedlung eines großen Konzerns mit einer Logistikfläche am Rande von Zierenberg vorzuschlagen.

Ein Investor habe bereitgestanden, um das Projekt mit einem Millionenbetrag zu realisieren, eine zwingend notwendige Bahn-Anbindung war auch da, doch seine detailliert ausgearbeiteten Pläne hätten nicht mal den Weg in die Stadtverordnetenversammlung gefunden. „Da ist eine riesige Chance vertan worden“, sagt Rietze, nun stehe die Logistikhalle unweit entfernt in Volkmarsen.

An Ansiedlung mitgewirkt 

Das es seinerzeit mit der Ansiedlung der AMS Möbelmanufaktur in Zierenberg geklappt hat, woran er ganz aktiv mitgewirkt habe, freut ihn hingegen. Neben entsprechenden Einnahmen für die Stadt seien dort auch viele Arbeitsplätze geschaffen worden. Das ihm „sein Zierenberg“ am Herzen liegt, wird im Gespräch schnell deutlich, dies wolle er auf den weiteren Veranstaltungen auch den Wählern klarmachen. „Mehr Zierenberger geht nicht“, sagt er über sich und seine innige Bindung zur Stadt an der Warme. Trotz bis zu 50 000 Kilometern jährlich, die er zwischen Leipzig, Paderborn und seiner Heimat pendeln muss, hat er den Bezug nie verloren.

Zur Person

Lothar Rietze ist 52 Jahre alt und wurde im Schlafzimmer seiner Eltern in der Langestraße geboren. Nach dem Fachabitur studierte er Maschinenbau in Kassel. Zehn Jahre als Technischer Vorstand der Baunataler Werkstätten folgten, ehe er als Geschäftsbereichsleiter der Rudolph Logistik Gruppe überwiegend in Leipzig tätig war. Seit 2013 bis dato (in Leipzig/Paderborn) arbeitet Rietze als Projektmanager im Bereich Elektromobilität für die D+S Strahltechnik GmbH. Der langjährige Fußballspieler des TSV läuft gerne, fährt Ski und Mountainbike. Rietze ist ledig und kinderlos. (uli)

Fast jede Minute in der Freizeit wendet er dafür auf, sich für Zierenberg einzusetzen. Neben seiner Zeit als Fußballer bis zur Landesliga trainierte er viele Jahre die Frauen des TSV, die Abteilung leitet er bis heute. Der Mitgliedschaft im Akkordeon-Orchester folgten Stationen bei der Feuerwehr oder der Rohrbacher-Brüderschaft, deren Tradition er bis heute pflegt. „Vereine und soziale Gemeinschaften sind die Seele einer Gemeinde“, sagt er.

Doch Rietze will sich nicht nur auf sein Engagement im Vereinsbereich reduzieren lassen, der Ausbau nachhaltiger Konzepte für die Bereiche Verkehr und altersgerechtes Wohnen stünden ebenso auf seiner Agenda, wie die Sanierung städtischer Finanzen.

Beim HNA-Lesertreff am Dienstag, 23. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus Zierenberg treffen Amtsinhaber Stefan Denn und die Herausforderer Dr. Sylvia Kernke, Armin Pfeiffer und Lothar Rietze aufeinander.

Von Nicolai Ulbrich 

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare