Ende des Jahres soll neue Übertragungstechnik an den Start gehen

Schnelles Internet für den Schwalm-Eder-Kreis kommt

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Kein Schneckentempo: Die Zeiten langsamer Internetverbindungen in unterversorgten Gebieten sollen durch die neue Technik LTE bald vorbei sein.

Schwalm-Eder. Im Landkreis soll ab Dezember das Internet so richtig brummen. In einigen unterversorgten Gebieten wird es ab Ende des Jahres deutlich schnellere Verbindungen geben.

Die neue, nicht ganz günstige, LTE-Funktechnik macht es möglich. Ende des Jahres sollen in Borken, Frielendorf, Niedenstein und Fritzlar Übertragungsraten bis zu 50 Mbit/s möglich sein.

Die Mobilfunkunternehmen Telekom, Vodafone und O2 wollen bis Ende 2011 deutschlandweit dafür sorgen, dass es keine weißen Flecke mehr auf der Internet-Landkarte gibt. Für den Landkreis hat bisher nur Vodafone Ausbaupläne veröffentlicht. In der ersten Stufe werden in Borken, Frielendorf, Niedenstein und Fritzlar an bestehende Funkmasten neue Sendegeräte angebracht, die eine Reichweite von bis zu acht Kilometern haben. "Jeder, der unser Handy-signal empfängt, wird auch unser schnelles Internet nutzen können", sagt Bernd Hoffmann, Vodafone-Sprecher.

Dafür sei lediglich ein USB-Stick notwendig, der an vorhandene Computer angeschlossen wird. Mit dem Stick wird es möglich sein, bis zu 50 Mbit/s schnell zu surfen. Ein 20 MB großes Video wird dann beispielsweise in drei Sekunden heruntergeladen sein. Die Kosten werden zwischen 39,99 und 69,99 Euro monatlich liegen. Das ist ungefähr doppelt so viel wie für eine kabelgebundene Lösung.

In der zweiten Stufe sollen bis März weitere 1500 Kommunen versorgt werden. Es sei wahrscheinlich, dass dann unterversorgte Kommunen wie Malsfeld und Melsungen hinzukommen, sagt Hoffmann. Die Bundesnetzagentur hat festgeschrieben, dass die Mobilfunktunternehmen erst ländliche Gebiete versorgen müssen, bevor sie die Ballungsräume erschließen. Die Telekom und O2 werden ihre Angebote erst veröffentlichen, wenn der Umbau der Technik abgeschlossen ist. Dies soll im Laufe des kommenden Jahres der Fall sein. (ddd)

Hintergrund: LTE

Die Technik, die zum Einsatz kommt, heißt LTE. Das ist die Abkürzung für Long Term Evolution und lässt sich nach Aussage von Vodafone nicht eindeutig übersetzen.

LTE ist ein Mobilfunkstandard und Nachfolger von UMTS (Universal Mobile Telecommunications System). Die Strahlung soll weit unter der Strahlung von Mobiltelefonen liegen. LTE wird über ehemalige Fernsehfrequenzen verbreitet. Das Funksignal überträgt Daten mit einer Bandbreite von bis zu 50 Mbit/s. Als Standard in Großstädten gilt derzeit 6Mbit/s.

Vodafone bietet Verträge mit einer festen Datenmenge (10/30 GB) an, ist diese aufgebraucht, wird die Geschwindigkeit auf 384 Kbit/s gedrosselt.

Quelle: HNA

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