Forstleute haben das scheue Tier mehrfach beobachtet

Luchs ist im Altkreis wieder heimisch

Wolfhager Land. Bei Helsa machten Spaziergänger faszinierende Fotos von drei Luchsen, aber auch im Wolfhager Land sind die Tiere mit den charakteristischen Pinselohren wieder da.

Aktuelle Beobachtungen von Forstleuten lassen darauf schließen, dass das scheue Tier nicht nur auf der Durchreise ist, sondern sich bereits im Altkreis Wolfhagen angesiedelt hat. In jüngster Zeit sind Tiere in der Nähe von Gasterfeld und am Monschein zwischen Ippinghausen und Bründersen gesehen worden. Mitte Oktober wurde auf der A 44 bei Zierenberg ein Jungluchs überfahren.

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Der Luchs galt in Hessen seit 1833 als ausgerottet. Erstmals wurde er wieder Mitte der 80er Jahre im Kellerwald gesichtet.

„Er ist im Licht der Scheinwerfer plötzlich aufgetaucht“, berichtet Förster Frank Ohlwein von seiner Begegnung mit dem Luchs im Bereich Monschein. Er habe erkennen können, dass es sich um ein Jungtier handelte. Für Ohlwein ein Hinweis darauf, dass die Kinderstube in der Nähe sein könnte.

Die Beobachtung von Ohlweins Kollege Theodor Arend von Hessen-Forst ist noch frischer. Vor ein paar Tagen hat er das Tier zweifelsfrei vom Auto aus bei Gasterfeld entdeckt. „Der schlängelnde Gang ist typisch.“ Leider sei das Tier schnell verschwunden, ehe er seine stets griffbereite Kamera im Anschlag hatte, berichtet Arend. Er weiß noch von einer Luchsbegegnung im Habichtswald. Für den Forstexperten ist die Rückkehr des Luchses ein Zeichen dafür, dass sich der Lebensraum Wald positiv verändert hat. Durch Naturschutzflächen sei wieder eine größere Artenvielfalt entstanden.

Im Landkreis gibt es drei Ansprechpartner für Themen rund um den Luchs. Reinhard Vollmer von Hessen-Forst in Wolfhagen ist einer davon. Wer einen Luchs gesehen oder ein gerissenes Wild- oder Nutztier entdeckt hat, kann sich unter 05692/ 9898-0 melden.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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