Lukas Hoppe fährt zur Fahrradtrial-Weltmeisterschaft in Südafrika

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Voll unter Kontrolle: Auf dem Hinterrad balanciert Lukas Hoppe sein Trialfahrrad auf einem Felsen.

Melsungen. Mit der Nationalmannschaft nach Südafrika fliegen. Den Traum jedes Fußballers im Jahr 2010 träumen in diesem Jahr die Fahrradtrial-Fahrer. Für Lukas Hoppe aus Melsungen wird der Traum wahr.

Er ist mit dabei, wenn sich die deutsche Fahrradtrial Nationalmannschaft vom 21. bis 25. August in Pietermaritzburg mit den Besten der Welt misst. Die WM ist ein weiterer Höhepunkt in der Karriere des 16-Jährigen, der im Alter von sieben Jahren mit dem Fahrradtrial begann.

„Fährt er denn gerne Fahrrad“, fragte Ralf Salzmann Lukas Hoppes Eltern, Sven und Alexandra. Die sechsköpfige Familie war gerade von Kirchhof nach Melsungen gezogen. Hoppe hat drei Brüder. Salzmann wohnte nebenan und war damals schon Jugendtrainer im Fahrradtrial. „Ich habe mir dann mal das Training angeschaut“, erinnert sich Hoppe. Der Fahrradsport, bei dem es vor allem auf Geschicklichkeit ankommt, begeisterte ihn sofort: „Trial ist abwechslungsreich und immer anders. Keine Strecke ist gleich.“ Mal müsse man über glitschige Steine springen, mal ginge es auf dem Hinterrad über Baumstümpfe.

Das Trialgelände im Wald bei der Freihlichtbühne in Melsungen ist Lukas Hoppes zweites Zuhause. Mindestens an drei Tagen der Woche feilt er dort an seiner Technik. Die akribische Vorbereitung hat ihm viele Erfolge beschert. Mit 14 Jahren kam zum Melsunger Trialteam Bikes in Motion, einer gesponserten Mannschaft. Zuletzt holte Hoppe den zweiten Platz in seiner Klasse bei den Deutschen Meisterschaften. In der World Cup Serie war er vorne mit dabei. Diese Erfolge waren die Voraussetzung für die Nominierung für die Nationalmannschaft.

Video: Lukas Hoppe mit seinem Bike

„In Südafrika den Titel zu holen wäre ein Traum“, sagt Hoppe, der an der Gesamtschule Melsungen in die neunte Klasse geht. Seine Erfahrungen haben ihn auf diese Herausforderung vorbereitet.

Neben zahlreichen Wettkampfteilnahmen in Deutschland und Europa, tritt der 16-Jährige mit Bikes in Motion mehrmals im Jahr auf Veranstaltungen auf. „Ich bin gewöhnt vor großem Publikum zu fahren.“ Das DFB-Pokalfinale in Berlin und die Olympische Ballnacht in Mainz waren Höhepunkte.

Während bei diesen Auftritten Tricks gezeigt werden, gibt es bei den Wettkämpfen enge Vorgaben. Ein Parcours muss in fünf Stunden dreimal umrundet werden. Der Parcours besteht aus sechs Sektionen. Für jede Sektion bleiben zweieinhalb Minuten Zeit. „Die Sektionen bestehen aus Holz, Autos, Stein. Alles was man sich vorstellen kann“, erklärt Hoppe.

Nicht mehr als fünf Strafpunkte darf ein Fahrer pro Sektion sammeln. „Für Anlehnen und mit dem Fuß Abstützen gibt es Strafpunkte.“ Am Ende gewinnt, wer mit den wenigsten Strafpunkten am schnellsten war.

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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