Fast ein Drittel der Jugendwehr-Mitglieder sind weiblich - Jahresbilanz

Mädchen wollen löschen

Langer Festzug: Etwa 1000 Teilnehmer hatte der Umzug der Feuerwehren am Sonntag in Zierenberg, auch alle Jugendwehren (unser Foto) waren vertreten. Die musikalische Begleitung hatten die Musikzüge aus Wolfhagen, Oberlistingen, Dörnberg und Ippinghausen übernommen. Über eine Stunde lang marschierten die Brandschützer durch die Stadt. Foto: Elke Müller

Zierenberg. Immer mehr Mädchen wollen in die Jugendfeuerwehr - im Wolfhager Land sind mittlerweile fast ein Drittel der Mitglieder Mädchen. Das stellte der Jugendwart des Feuerwehrverbandes Wolfhager Land, Stephan Sonnenschein, seiner Bilanz der Arbeit der Jugendwehren im vergangenen Jahr voran.

2010 kamen 108 Kinder und Jugendliche (67 Jungen und 42 Mädchen) neu zu den Jugendfeuerwehren im Wolfhager Land. Gleichzeitig wurden 32 junge Leute (25 Jungen und 7 Mädchen) in den aktiven Dienst übernommen.

52 Jugendfeuerwehrleute verließen 2010 die Wehren. Die Gründe dafür reichen vom Wohnortwechsel über verstärkte Anforderungen in Schule und Berufsausbildung bis hin zu stärkeren anderen Interessen, keine Lust mehr oder mangelndem Interesse an einer Übernahme in den aktiven Dienst. Insgesamt bedeutet das einen leichten Anstieg. Per 31. Dezember 2009 waren es 469 (323 Jungen und 146 Mädchen), zum 31. Dezember 2010 bereits 492 (329 Jungen und 163 Mädchen).

Die Jugendwarte und Betreuer leisteten 2010 laut Dienstbuch insgesamt 17 158 Stunden. Davon 4360 Ausbildungsstunden für die Jugendlichen, zum Beispiel 2503 für die feuerwehrtechnische Ausbildung, 1857 für die allgemeine Jugendarbeit und 120 Tage für Zeltlager, Fahrten und Freizeiten.

In 3186 Stunden bereiteten die Jugendwarte die Ausbildungen vor oder nach, viele Stunden kommen für ihre eigene Aus- und Fortbildung hinzu.

Die Situation im Nachwuchsbereich hat 2010 auch den Vorstand des Feuerwehrverbands beschäftigt - allerdings mit Blick in die Zukunft. Das erklärte Verbandsvorsitzender Lothar Grebe. Dem demographischen Wandel und sich verändernden gesellschaftliche Strukturen müsse man sich stellen und geeignete Projekte entwickeln, damit die Arbeit der Freiwilligen für Brandschutz und Menschenrettung weiter in ausreichendem Maß gewährleistet sei.

Verbandsarbeit

Seit geraumer Zeit nimmt deshalb der Vorstand in Sachen Mitgliederwerbung und Öffentlichkeitsarbeit die Hilfe von Marketing-Fachleuten in Anspruch (wir berichteten). Moderner, so Grebe, soll auch die Internetseite des Verbandes werden, die aus diesem Grund auch zurzeit aus dem Netz genommen ist. (pcj/bic)

Quelle: HNA

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