Schwierigkeiten wurden wahrgenommen

Mängel im Bereich Behindertenhilfe: Hephata äußert sich

Schwalmstadt. Im Zusammenhang mit unserer Berichterstattung über die Ergebnisse der Überprüfung der Hephata-Diakonie meldete sich gestern Ralf Zeuschner, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung in einer Stellungnahme zu Wort.

Hintergrund: In der Behindertenhilfe der Diakonieeinrichtung wurden gravierende Mängel festgestellt. In unser jüngsten Berichterstattung hatte sich der Elterstammtisch, der die Überprüfung angestoßen hatte, geäußert.

Die Mitarbeiterschaft habe sehr wohl die schwierige Situationen in der Behindertenhilfe wahrgenommen, erklärt Zeuschner für die Mitarbeitvertretung des Diakoniezentrums. Die allerdings müssten recherchiert werden.

Daher habe sie im November zwei Mitarbeiterversammlungen für die Behindertenhilfe angeboten. Von mehr als 1000 Beschäftigten in diesem Bereich, haben laut Zeuschner an beiden Versammlungen 65 Beschäftigte teilgenommen. Im Bereich Behindertenhilfe arbeite die Mitarbeitervertretung bereits seit April 2010 an der Fragestellung von Mehr- und Überstunden. Dazu habe es auch Beschwerden an die Leitungsebenen gegeben, heißt es in der Stellungnahme.

Seit etlichen Jahren konfrontiere die Mitarbeitervertretung in allen Bereichen die Leitungsebenen des Diakoniezentrums mit der Frage, ob das Verhältnis von Personal und der zu erbringenden Dienstleitung im Einklang ist. Ob und auf welcher arbeitsrechtlichen Ebene „Maulkörbe“ verteilt wurden, darüber hat Zeuschner keine Kenntnis.

Zeuschner weist darauf hin, dass die Mitarbeitervertretung laut Mitarbeitervertretungsgesetz zur Verschwiegenheit und Vertraulichkeit verpflichtet sei. „Das nehmen wir sehr ernst.“ Zudem hätten Mitarbeitende, im befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnis, das Recht, sich an die Mitarbeitervertretung zu arbeitsrechtlichen oder vertraglichen Fragen zu wenden. (syg)

Quelle: HNA

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