In den ersten Klassen unterrichten vorwiegend Lehrerinnen

Männer-Mangel an der Grundschule

Wolfhager Land. Immer weniger Männer unterrichten an Grundschulen. Während sich dieser Trend in Wolfhagen voll bestätigt, sieht es an anderen Grundschulen des Altkreises gar nicht so schlecht aus.

Allein unter Frauen ist der Lehrer, der an der Wolfhager Grundschule unterrichtet. Schulleiterin Carmen Best ist darüber nicht glücklich: „Wir wünschen uns mehr Männer im Kollegium.“ Sie fände es pädagogisch sinnvoll, wenn mehr Frauen in weiterführenden Schulen und mehr Männer in Grundschulen unterrichteten. „Doch ohne bessere Bezahlung wird das nicht klappen.“ Von Seiten des Schulamtes könne man das Problem nicht lösen, sagt Sprecherin Helga Dietrich. Auf der hessenweiten Stellen-Rangliste gebe es kaum Grundschullehrer und auch auf die Stellenausschreibungen der Schulen meldeten sich meistens Frauen. Schon im Studium seien die Frauen in der Überzahl. „Sicher spielt auch die Besoldung eine Rolle“, so Dietrich.

Dabei stehen männliche Pädagogen bei den Kindern hoch im Kurs. „Wir haben in Ippinghausen manchmal männliche Vertretungslehrer, die werden von den Kinder auf Händen getragen“, so die Schulleiterin der Ippinghäuser Grundschule Regina Hagenow. Regulär gibt es in Ippinghausen keine Lehrer, auch in Dörnberg nicht. In Ehlen hat in diesem Jahr ein Referendar den Dienst aufgenommen. Eine gute Männerquote können die Grundschulen in Balhorn und Naumburg aufweisen. In Balhorn ist gar die Hälfte des Kollegiums männlich, in der Elbetalschule sind es 40 Prozent. Jeweils zwei männliche Lehrkräfte gibt es in Breuna, Zierenberg und in Wenigenhasungen. Zwei Lehrer gehören zum festen Stamm der Emstaler Grundschule, in der jedoch laut dem Leiter der Christine-Brückner-Schule, Wolfgang Engelmeyer, zusätzlich auch männliche Lehrkräfte der Sekundarstufe zwei unterrichten. SEITE 2

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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