Märchenhaus am Neukirchener Marktplatz wird ausgebaut

Am Marktplatz etabliert: Das Märchenhaus ist in Neukirchen eine gut besuchte Einrichtung geworden. Archivfoto: nh

Neukirchen. Das Märchenhaus am Marktplatz in Neukirchen wird ausgebaut: Mit breiter Mehrheit stimmte das Stadtparlament in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr am Donnerstagabend dem Ankauf der zweiten Haushälfte zu.

Der Preis soll, nach längeren Verhandlungen mit der Noch-Eigentümerin, 20 000 Euro betragen. Die Hälfte der Kosten übernimmt die Kulturstiftung der Kreissparkasse Schwalm-Eder, die 10 000 Euro bereitstellt.

Für den Kauf der zweiten Haushälfte hatte nicht zuletzt das Ehepaar Gudrun und Hans-Willi Grünberg mehrfach geworben. Beide hatten das Märchenhaus vor fast zehn Jahren begründet und mit viel ehrenamtlichem Engagement als touristisches Angebot von überregionalem Interesse etabliert.

Geplant ist nun nicht nur, dass der Erzählraum im Märchenhaus mit einem Wanddurchbruch in die zweite Haushälfte erweitert wird.

Zudem soll auch das Büro des Stadtmarketing-Vereines Pro Neukirchen von der Kurhessenstraße in das Gebäude umziehen. Außerdem wird in Sachen Brandschutz über das Treppenhaus ein zweiter Rettungsweg eingerichtet. An dem Bau einer Toilette in der zweiten Haushälfte für die Besucher der benachbarten Nikolaikirche will sich der Kirchenvorstand beteiligen.

Keine teure Sanierung

Die Stadtverordneten hatten lange Zeit weniger den Kaufpreis als vielmehr hohe Sanierungskosten für die Zukunft befürchtet. Doch nach Besichtigungen mit einem Architekten sei festgestellt worden, dass das Dach in Ordnung und die Fenster fast neuwertig seien, sagte FWG-Sprecher Roland Köllner. Der Architekt hatte Sanierungskosten von 25 000 Euro kalkuliert, sagte Bürgermeister Klemens Olbrich.

In die Kalkulation fließe außerdem die Miete mit ein, die Pro Neukirchen am bisherigen Standort zahlen musste; 24 000 Euro kommen so in den nächsten zehn Jahren zusammen. „Die Bausubstanz ist in Ordnung“, meinte auch Martin Theune (CDU). Die Investition sei überschaubar, und womöglich unangenehme Nachbarn im Märchenhaus seien für die Zukunft vermieden. Das Konzept sei durchdacht und biete an zentraler Stelle viele Vorteile für die touristische Infrastruktur. Statt einer Luxussanierung solle es notwendige, zweckmäßige Umbauten geben.

„Wir müssen jetzt die Sache beim Schopf packen“, sagte FDP-Sprecher Frank Mausehund, während SPD-Sprecher Bernd Grossmann und Helga Bähr von der UBL um konkrete Zahlen baten. „Die Kosten sind nach wie vor unklar“, meinte Grossmann.

Von Jürgen Köcher

Quelle: HNA

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