Stadt ist bei Touristen immer beliebter

Magazin Geo: Fritzlar gehört zu den zehn schönsten Fachwerkstädten Deutschlands

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Das Herz der Stadt, oder auch die gute Stube genannt: Der Fritzlarer Marktplatz ist ein Besuchermagnet. Unser Bild ist beim Frühlingsfest entstanden.

Fritzlar. Die Dom- und Kaiserstadt Fritzlar zählt zu den zehn schönsten Fachwerkstädten in Deutschland. Zumindest für das Magazin Geo.

Auf seiner Internetseite Geo.de steht Fritzlar in einer Reihe neben Städten wie Bamberg, Esslingen und Einbeck.

„Besonders schön ist der historische Marktplatz der Altstadt, an dessen Seite sich ein vollständig erhaltenes Fachwerkhaus an das nächste reiht“, heißt es in dem Artikel. Mit diesem Pfund wuchert die Stadtführergilde bei ihren Führungen. „Wenn die Besucher von der Straße Am Hochzeitshaus kommen und den Blick auf Marktplatz, Rathaus und Dom haben, gibt es den Wow-Effekt. Dann geht ihnen das Herz auf“, sagt Manfred Ochs, Vorsitzender der Stadtführergilde. In diesem Jahr gab es den Wow-Effekt wieder mehrere Tausend Mal. Fritzlar ist bei Touristen beliebt. Das ist kein Gefühl, das lässt sich mit Zahlen belegen. Bereits im Jahr 2014 hat die Stadtführergilde 20 000 Besucher gezählt. Tendenz steigend.

Von März bis Oktober gibt es an sieben Tagen die Woche eine öffentliche Stadtführung. Am Rathaus geht es los, mitgehen kann jeder, ohne Anmeldung. Ochs spricht von einer „deutlich höheren Resonanz“.

Auch größere Reiseunternehmen hätten die Domstadt als Ziel entdeckt. „Früher war es eher Zufall, dass sie in die Region gekommen sind, jetzt geht es gezielt nach Fritzlar. Dann kommen plötzlich 200 bis 300 Leute auf einmal“, berichtet Ochs.

Stärkster Monat ist traditionell der September. Besonders voll war es kürzlich an einem Samstag. „Da hatten wir 1000 Gäste und fast 20 Reisebusse hier. Das müssen wir dann alles organisieren“, so Ochs.

Wenn die öffentlichen Stadtführungen Ende des Monats vorbei sind, geht es für die Stadtführergilde weiter. Dann kommen die Jahresabschlussfahrten der Reiseunternehmen, die Glühweintouren und die Betriebsfeste. Letztere seien immer stärker nachgefragt. Der Ablauf sei oft gleich: Nach einer Stadtführung am Freitagnachmittag geht es zum Gänseessen in ein Fritzlarer Restaurant. „Das hat es früher nicht gegeben.“

Das sagt der Bürgermeister

Für Bürgermeister Hartmut Spogat liegt der Grund für Fritzlars Beliebtheit vier Jahrzehnte zurück. Unter dem damaligen Bürgermeister Reinhold Koch sei die Entscheidung für die Fußgängerzone und die Stadtsanierung gefallen. „Davon profitieren wir heute.“ 

Quelle: HNA

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