Malerstübchen: Eine Lösung für die Kunst

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Mehr Platz für Gemälde: Die Willingshäuser Vereine wollen weiterhin vom Gerhardt-von-Reutern-Haus ins Alte Pfarrhaus (links) umziehen. 

Willingshausen. In die Debatte um das Museum Malerstübchen im Gerhardt-von-Reutern-Haus kommt Bewegung. Das Nein der Gemeindevertretung zum Ausbau des Gebäudes will der Willingshäuser Ortsbeirat nicht so einfach hinnehmen.

Das Gremium setzt auf Konsens. Es schlägt eine kleinere, kostengünstigere Lösung vor, bei der am Ende die Vereinigung Malerstübchen das Gerhardt-von-Reutern-Haus komplett für sich nutzen könnte, sich um einen Ausbau allerdings selbst bemühen müsste.

Die Willingshäuser sind sich des Stellenwertes des Malerstübchens bewusst, sagte Ortsvorsteher Reinhold Corell im Gespräch mit der HNA. „Ein zartes Pflänzchen, das dort geblüht hat, wurde mit dem Beschluss der Gemeindevertretung ausgerupft“, meinte Corell.

Derzeit teilen sich die Willingshäuser Vereine das Gebäude mit dem Museum. Die Vereine signalisieren allerdings weiterhin Bereitschaft, in das Alte Pfarrhaus umzuziehen, erklärte der Ortsvorsteher. Damit wäre das Obergeschoss des Gerhardt-von-Reutern-Haus frei und könnte für die Erweiterung des Malerstübchens genutzt werden. Der Ortsbeirat geht davon aus, dass der Umbau des alten Pfarrhauses circa 100.000 Euro kosten könnte. Nach Abzug der Förderungen aus dem Programm Stadtumbau West und der Eigenleistungen verblieben bei der Gemeinde Kosten in Höhe von 18.000 Euro, rechnet Corell. Diese Berechnungen beinhalten den Neubau einer Garage für das Rote Kreuz und den Umbau einer Mietwohnung zu Räumen für das Rote Kreuz, den Ortsbeirat, Jugendraum und Gemeindebücherei.

Auf große Erleichterung stößt der Vorschlag des Willingshäuser Ortsbeirates bei der Vereinigung Malerstübchen. „Wir sind durchaus bereit, uns mit einer kleinen Lösung abzufinden“, erklärte Helmut Geißel, Vorsitzender der Vereinigung. Das Malerstübchen benötige die Fläche zur Erweiterung der Ausstellung, betonte er. Eine Renovierung der Räume könnte die Vereinigung gegebenenfalls selbst übernehmen.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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