Erweiterung des Friedhofs möglich

Altes Schulgebäude in Beiseförth wird abgerissen

+
Viele empfinden es als Schandfleck: Das alte Schulgebäude in Beiseförth soll abgerissen werden. Auf dem frei werdenden Grundstück könnte der benachbarte Friedhof ausgedehnt werden.

Malsfeld. Die Waschbärenfamilie muss sich bald eine neue Bleibe suchen: Das alte Schulgebäude in Beiseförth, in dem sie sich häuslich eingerichtet hat, wird abgerissen. Das haben die Malsfelder Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einstimmig beschlossen.

85.000 Euro werden im Haushalt 2013 für den Abriss und die Erstellung eines Bebauungsplanes bereitgestellt. Mit dem Abriss verschwinde ein Schandfleck in Beiseförth, sagte Jan Höth (SPD). Das etwa 3850 Quadratmeter große Grundstück am Lerchenweg 7 und 9, auf dem sich das ehemalige Schulgebäude befindet, gehört der Gemeinde. Das Gebäude steht seit vielen Jahren leer.

Geplant ist, nach dem Abriss der Schule einen Teil des Grundstücks für Wohnungsbau zu nutzen. Zudem soll der benachbarte Friedhof auf das frühere Schulgelände ausgedehnt werden. So entstehe nicht nur Raum für neue Gräber, sagte Höth: „Wir könnten auch die Friedhofswege verbreitern und damit künftig die Gräber maschinell ausheben.“ Derzeit müsse dies noch per Hand erfolgen, was aufwändiger und teurer sei.

Zwischen Friedhof und Schulgrundstück liegt jedoch der Lerchenweg, der für die Friedhofserweiterung zurückgebaut werden müsste. Gegen dieses Vorhaben sprach sich Ralf-Urs Giesen (FDP) aus: „Ich bin nicht der Meinung, dass wir einen größeren Friedhof benötigen.“ Außerdem sei der Lerchenweg eine viel genutzte Straße, die den Bewohnern von Beiseförth eine schnelle Verbindung nach Malsfeld ermögliche.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare