Gelände soll Mischgebiet werden

Ehemaliges Rittergut in Malsfeld: Wohnungen sollen gebaut werden 

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Ist-Zustand aus der Perspektive der Villa: Außer der Jugendstilvilla ist nichts geblieben aus der Vergangenheit. Vom Rittergut sieht man heute nichts mehr. In den Containern ist ein Teil des Kindergarten Pusteblume untergebracht. 

Malsfeld. Das Gelände des ehemaligen Rittergutes in Malsfeld soll belebt werden. Das Areal liegt seit 2012 brach. Jetzt sollen dort unter anderem Wohnungen gebaut werden. 

Es gab viele Pläne, die nicht umgesetzt werden konnten. Nun wird es konkret: Malsfelder Gewerbe will sich dort ansiedeln und es sollen barrierefreie Wohnungen gebaut werden. Dafür soll das Gelände möglichst schnell in ein Mischgebiet umgewandelt werden. Die Gemeindevertretung stimmte den Plänen jetzt zu.

Die Besitzer des Hotel Jägerhof wollen entlang der Brauereistraße Parkplätze für das Hotel errichten und auch einen Teil des Geländes wirtschaftlich nutzen. Sie wollen dort ein Gästehaus mit zehn Zimmern bauen und eine Kleinbrauerei errichten, sagte Bürgermeister Herbert Vaupel.

Außerdem sei eine zweigeschossige Immobilie für gewerbliche Nutzung und Wohnungen vorgesehen. Zwei Häuser sind dort an der Ecke Brauereistraße/Kirchstraße geplant, die durch einen Mittelgang miteinander verbunden werden sollen. 

Penthouse-Wohnungen in Planung 

Dort wolle sich das ortsansässige Physiostudio ansiedeln, deren Fitnessbereich erweitert werden soll, sagte der Rathauschef. Im Obergeschoss sollen barrierefreie Wohnungen zwischen 60 und 80 Quadratmetern entstehen, zwei Penthouse-Wohnungen sind geplant.

Insgesamt ist das Gelände 5500 Quadratmeter groß. Die Gemeinde selbst will auf einem Teil davon einen Grüngürtel schaffen, auf dem ein Mehrgenerationenplatz angelegt werden soll. Dafür soll der Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Malsfeld verlegt werden. Am DGH könnte wie gewünscht, dann Platz für Wohnhäuser geschaffen werden, sagte Vaupel.

Das hinter der Jugendstilvilla gelegene Terrain könne ebenfalls für ein weiteres Mehrfamilienhaus verwendet werden. Dafür gebe es derzeit allerdings noch keine Investoren.

Der Verlauf der Brauereistraße wird für das Vorhaben zum Teil in die Fläche des ehemaligen Ritterguts verlegt und die Kurve Ecke Kirchstraße soll gefälliger werden, zusätzliche öffentliche Parkflächen werden in der Kirchstraße entstehen. Diese Pläne seien eine erhebliche Aufwertung für Malsfelds Ortskern, sagte Vaupel.

Das sagen die Fraktionen

Das Rittergut sei seit vielen Jahre Thema, sagte Edgar Janassek (GL). Alle bisherigen Vorhaben vom Ärztehaus seien bisher gescheitert. Dieser Vorschlag erscheine ihm sinnvoll, weil es sich um ortsansässige Investoren und Betreiber handele. Der zusätzliche Wohnraum stärke Malsfeld. 

Marion Karmann (SPD) freute sich über die neue Mitte für Malsfeld. Dies sei ein echtes Zukunftskonzept. Nun sei es möglich, den Tourismus anzuregen, Daseinsvorsorge zu betreiben und dies mit energetischer Effizienz zu verbinden. Doch sie mahnte, flott zu sein, um noch Mittel aus dem Stadtumbauprogramm Hessen zu erhalten. 

Benjamin Gießen (FDP): Das Konzept biete sich an, weil es gute Perspektiven für örtliche Betriebe gebe. Mit der Kleinbrauerei könne zudem ein touristischer Magnet geschaffen werden. 

Klaus Rehs (CDU): Ein lang gehegter Wunsch der hässlichen Brache eine Nutzung zu geben, gehe in Erfüllung. Eine gangbare Lösung scheine endlich greifbar. Baurecht solle möglichst bis zum Jahresende geschaffen werden.

Quelle: HNA

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