Investition von 140.000 Euro war umstritten

Malsfelds neue Allzweckwaffe: Gemeinde schafft Unimog für Bauhof an

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Ein Universalgerät: Der neue Unimog der Gemeinde Malsfeld. Das Foto zeigt Torsten Siebert, Bauamtsleiter Thomas Stegemann, Michael Arend (im Führerhaus) Bürgermeister Herbert Vaupel und Markus Helferich (von links) bei der Übergabe.

Malsfeld. Geschmeidiges Anfahren muss man meist erst mal ein bisschen üben: Das merkte auch Bürgermeister Herbert Vaupel, als er sich am Freitag hinters Steuer des neuen Unimogs setzte, den die Gemeinde Malsfeld angeschafft hat.

Auf den ersten Metern ruckelte es ganz schön, als Vaupel über das Gelände des Bauhofs kurvte, dann hatte er den Bogen raus.

Aber über das Thema „Elegantes Anfahren mit Nutzfahrzeugen“ muss sich der Rathauschef keinen Kopf machen, denn er wird das neue Gefährt wohl am allerwenigsten steuern: Das übernehmen Michael Arend und Markus Helferich.

Die beiden Mitarbeiter des Bauhofs sind diejenigen, die künftig damit im Sommer das Gras mähen und die Straßen kehren und im Winter damit Salz streuen werden. Der neue Unimog der Gemeinde macht das alles möglich, er ist ein echter Allrounder.

Er soll das Arbeiten mit Mäher, Buschhacker, Kehrmaschine erleichtern und zugleich für noch mehr Effektivität sorgen.

Das alles hat auch seinen Preis. 140 000 Euro kostet die neue Allzweckwaffe der Gemeinde. Die ist nicht fabrikneu, sondern hat 80 Betriebsstunden auf dem Buckel und 1500 Kilometer auf dem Tacho. „Das ist so gut wie nichts“, sagte Torsten Siebert, der den Vorführwagen am Freitag von Herborn nach Malsfeld gebracht hatte und den Bauhofmitarbeitern all das zeigte, was sie wissen müssen. Die lobten den Unimog als flott und leistungsstark und waren sichtlich angetan von der Neuanschaffung.

Der waren im Vorfeld heftige Debatten im Parlament vorausgegangen (wir berichteten). Die Gemeinde hätte einen gebrauchten und damit günstigeren Unimog anschaffen sollen, hatte die Opposition gefordert.

Bürgermeister Vaupel verwies auf die Zuverlässigkeit, die Garantieleistungen und die niedrigen Wartungsintervalle und Schadstoffemissionen des fast neuwertigen Fahrzeugs hin. Der Verkauf des jetzigen MAN-Lasters, den die Gemeinde nun in Zahlung gebe, erbringe einen Zuschuss zu den Anschaffungskosten. Viel Geld.

Aber dennoch sei es die richtige Entscheidung gewesen, sagte Herbert Vaupel. „Der Unimog ist für unsere Bauhofleute genau das Gefährt, was sie brauchen, um so gut und schnell wie möglich arbeiten zu können.

Quelle: HNA

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