Neunter Chorworkshop in Röllshausen: 110 Hobbysänger kamen zu Dozent Erik Sohn

Mambo, Pop, Volkslieder

Stimmbildung mit Spaß: Dozent Erik Sohn studierte mit den 110 Sängern am Wochenende in Rölls- hausen mehrere Stücke ein, die in einem Konzert am Sonntag präsentiert wurden. Fotos: Rose

Röllshausen. Zur neunten Auflage des Chorworkshops in Röllshausen waren am Wochenende 110 Sänger in die Schwalm gereist – ein absoluter Rekord. Von Freitag bis Sonntag übten sich die Teilnehmer aus Chören und Ensembles in der Stimmbildung.

Dozent war diesmal Erika Sohn, unter anderem Gesangstrainer der A-cappella-Band Wise Guys. Dass auch Laien aus ihrer Stimme noch mehr heraus holen können, bewies das Abschlusskonzert am Sonntag. Vor Publikum präsentierten sie ihre Ergebnisse.

Gesangverein ist Organisator

Organisiert worden war das Seminar vom Gesangverein Röllshausen, bestehend aus dem Gemischten Chor und dem Chor Mundwerk. Dabei wurden die Gäste, die bis aus Marburg, dem Kaufunger Raum und dem Ruhrgebiet angereist waren, nicht nur herzlich empfangen, sondern drei Tage auch bestens umsorgt: Denn die Schwälmer hatten eine ordentliche Verpflegung vorbereitet. Von der schwärmte auch der Dozent, der für den Heimweg noch eine Ahle Wurst mitbekam.

Mittlerweile sei man jedoch mit der Teilnehmerzahl am Limit, erklärte Evelyn Michel, Leiterin des Chors Mundwerk. Eröffnet wurde das Abschlusskonzert vom Chor Nucando unter der Leitung von Steffen Dittmar: Auf humorige Art und Weise erzählten die zehn Sänger von einem Rendezvous, das im Fiasko endete. Danach wandelte der Chor auf alpinen Liebespfaden.

Gesang mit Qualität

Dann erklärte Enselmbletrainer Erik Sohn, worin der Schwerpunkt bei Workskops liegt: „Die Hauptarbeit ist, die Gewohnheiten der Sänger aufzubrechen und wieder zu einem Ganzen zusammen zu fügen.“ Er betonte, dass das Konzert ein reines Arbeitsergebnis sei. „Aber ich bin begeistert, welche Qualität der Gesang bekommen hat“, sagte Sohn, der seit 2006 Dozent und seit 2011 Professor an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln ist.

Auf „Viva la vida“ von der Gruppe Coldplay interpretierten die Sänger den Beatles-Klassiker „Funny Life“ sowie ein schwedisches Volkslied. Mit einer pfiffigen Bearbeitung des „Mambo“ von Herbert Grönemeyer verabschiedete sich der Projektchor vom Publikum, das die Sänger mit reichlich Applaus bedachte.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare