Heinz Limmeroth starb im 88. Lebensjahr

Ein Mann, der gern in erster Reihe stand

Im 88. Lebensjahr gestorben: Heinz Limmeroth. Foto: ula

Obervorschütz. Es war ein schöner Sommertag, ganz nach seinem Geschmack, als er zum letzten Mal die Augen schloss. Heinz Limmeroth, früherer Leiter der Kreisvolkshochschule und langjähriger Mitarbeiter der HNA Fritzlar/Homberg, starb am Donnerstag im Alter von 87 Jahren.

Er, der sein langes Leben über immer agil, in Bewegung, unter Leuten gewesen war, litt in den vergangenen Monaten unter den Beschwernissen des Alters. Die 87 Jahre und vier Monate forderten auch von ihm ihren Tribut.

Heinz Limmeroth trug’s nicht immer mit Fassung, er war zeitlebens ein eher ungeduldiger Mensch. Wenn der Körper nicht mehr so wollte wie er, dann zankte er mit sich selbst. Seine Ehefrau Margret, mit der er seit 1947 verheiratet war, gab den gelassenen Part in dieser Beziehung, agierte im Hintergrund. Von Anfang an.

Denn Heinz Limmeroth bewegte sich meist ganz vorne, in der ersten Reihe, feierte Erfolge im Sport und im Beruf, war im Landkreis bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Er kannte jeden, und jeder kannte ihn.

Dabei hatte er keine leichte Kindheit, nachdem er am 26. März 1925 in Kassel-Sandershauser zur Welt gekommen war. Aber der Fußball begeisterte ihn schon früh, er spielte zunächst in seinem Heimatdorf, dann ab 1946 beim KSV Hessen Kassel.

Er war bekannt mit vielen Größen seiner Zeit. Der spätere Sportfunktionär Dr. Max Danz zum Beispiel war 1947 Gast bei seiner Hochzeit in Obervorschütz und chauffierte ihn am Morgen danach zum Auswärtsspiel des KSV nach Nürnberg.

Beruflich startete Heinz Limmeroth 1961 beim damaligen Kreis Fritzlar-Homberg als Jugendpfleger, leitete bis 1973 jeden Sommer das Zeltlager Dahme und leitete dann die Kreisvolkshochschule bis zum Ruhestand im Jahr 1985.

Als Bericherstatter für die HNA war er nebenberuflich 54 Jahre lang unterwegs, vor allem bei den Vereinen. Den Sängern galt seine besondere Zuneigung, von ihnen wurde er auch zum Ehrenmitglied ernannt.

Als Botschafter „seiner Zeitung“ hat er sich immer verstanden, stundenlange Jubiläumskommerse klaglos miterlebt, seine Berichte stets zuverlässig abgeliefert.

Heinz Limmeroth war wahrhaftig kein Kind von Traurigkeit, auch wenn ihn der frühe Tod seiner Tochter Karin schwer getroffen hatte. Um seine drei Enkelkinder kümmerte er sich rührend. Sie, die inzwischen erwachsen sind, werden ihn vermissen. Die HNA-Redaktion trauert mit der Familie.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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