Mann lag Wochen tot in Wolfhager Wohnung

Wolfhagen. Am Ostermontag wurde in Wolfhagen ein Mann tot in seiner Wohnung aufgefunden. Besorgte Anwohner, die den 63-Jährigen längere Zeit nicht gesehen hatten, hatten deswegen die Polizei eingeschaltet.

An einen Notfall habe sie gedacht, als am Montagvormittag Feuerwehr, Polizei und Rettungswagen vor dem Haus in Wolfhagen vorfuhren, sagt eine Nachbarin. Mit einem Verbrechen habe sie nicht gerechnet. Aber genau diesen Verdacht haben Staatsanwaltschaft und Polizei: Dass ein 63-Jähriger, der in seiner Wohnung im ersten Stock tot aufgefunden wurde, Opfer eines Verbrechens wurde.

Besorgte Anwohner, die den alleinstehenden Peter Stephan G. längere Zeit nicht gesehen hatten und denen zudem ein zunehmend unangenehmer Geruch im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses zu schaffen machte, hatten die Polizei alarmiert, die das Öffnen der Wohnungstür veranlasste. Die Beamten fanden dann den Leichnam des Wohnungsinhabers Peter Stephan G.

Mann lag über Wochen tot in der Wohnung

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft erfolgte am Dienstag die Obduktion der Leiche. Dem vorläufigen Obduktionsergebnis zufolge war der 63-Jährige durch mehrere Messerstiche ums Leben gekommen, „die er sich vermutlich nicht hätte selbst zufügen können“, heißt es im Polizeibericht.

Die Ermittler des für Leichensachen zuständigen Kommissariats K 11 gehen daher von einem Tötungsdelikt aus und richteten die Mordkommission „Ofenberg“ ein. Aufgrund des Zustandes des Leichnams, so die Gerichtsmediziner, dürfte die Tat bereits zwei bis drei Wochen zurück liegen. Hinweise auf den oder die Täter gibt es derzeit noch nicht.

Am Dienstag war bis zum späten Nachmittag der Erkennungsdienst zur Spurensicherung in der Wohnung. Ein erstes Ergebnis: „Das Opfer muss den Täter reingelassen haben“, sagte Polizeisprecherin Sabine Knöll, Aufbruchsspuren an der Tür wurden nicht gefunden. Die Ermittler suchen nun dringend nach Zeugen, die Personen im Umfeld des 63-jährigen Peter Stephan G. gesehen haben oder Angebaen darüber machen können, wer den Getöteten in der Vergangenheit zuhause in Wolfhagen aufgesucht hat.

Zeugen mögen sich unter 0561/9100 beim Polizeipräsidium Kassel oder jeder anderen Polizeidienststelle melden.

Quelle: HNA

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