Stiche in die Brust: Zeugin änderte Aussage

Marburg. Ein zunächst als Überfall geschilderter Vorfall am Freitagabend durch Unbekannte auf zwei junge Männer und eine Frau hat sich jetzt als privater Streit entpuppt. Ein Marburger erlitt bei der Auseinandersetzung Stichverletzungen.

Wie die Kripo Marburg am Montag mitteilte, erfuhren Beamte, die in der Nacht zum Samstag in der Uniklinik an anderen Sache ermittelten, zufällig von den Stichverletzungen des 20-jährigen Marburgers.

Die Nachforschungen gestalteten sich zunächst schwierig, da die beiden Begleiter des Opfers, eine 19-jährige Frau aus Marburg und ein 21-jähriger Mann aus dem Ostkreis, den Fahndern anfangs eine „Räuberpistole“ auftischten und von einem Überfall von vier unbekannten Männern am Ortenbergsteg berichteten.

Die junge Frau besann sich am nächsten Tag eines Besseren und brachte das vermeintlich tatsächliche Geschehen ans Tageslicht. Demnach hielt sich das Trio am Freitagabend, 7. September, in Marburg vor einem Haus in der Heinrich-Heine-Straße auf. Dort eskalierte gegen 22.25 Uhr ein Streit zwischen dem 21-Jährigen aus dem Ostkreis und der jungen Frau.

Als der 20-Jährige dazwischen ging, kassierte er offenbar von dem Älteren mehrere, nicht lebensbedrohliche Stiche in den Oberkörper. Die eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen nach dem mutmaßlichen Messerstecher führten erst am Sonntagabend, 9. September zum Erfolg.

Der Verdächtige, der zu den Vorwürfen schweigt, ließ sich widerstandslos in seiner Wohnung festnehmen. Er befindet sich nach den polizeilichen Maßnahmen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Marburg wieder auf freiem Fuß.

Die Ermittlungen dauern noch an. Die Kripo sucht nun Zeugen, die den Streit und das folgende Handgemenge auf der Straße wahrgenommen haben. Hinweise bitte an das Fachkommissariat der Kripo in Marburg, Tel. 06421- 4060.

Quelle: HNA

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