Künftig bei der Eheberatungsstelle

Marcus Drescher verlässt Diakonisches Werk - er gründete Wolfhager Tafel

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Abschied: Marcus Drescher verlässt nach 16-jähriger Tätigkeit das Diakonische Werk Region Kassel mit Sitz in Wolfhagen.

Wolfhagen. Ende September geht eine beispielhafte berufliche Ära zu Ende. Nach vielen Jahren verlässt Marcus Drescher das Diakonische Werk.

Marcus Drescher verlässt das seit Januar dieses Jahres durch die Fusion der Diakonischen Werke Hofgeismar/Wolfhagen und Kassel entstandene Diakonische Werk Region Kassel.

Nach siebenjähriger Tätigkeit in der Jugendarbeit im evangelischen Kirchspiel Calden-Wilhelmstal kam Marcus Drescher am 1. Oktober 2001 zum Diakonischen Werk Hofgeismar/Wolfhagen mit Sitz in Wolfhagen. Der heute 51-jährige Diplom-Sozialpädagoge übernahm die allgemeine kirchliche Beratungsstelle für soziale Lebensberatung. Eingebunden darin war auch viele Jahre lang die Sozialberatung für die Stadt Wolfhagen.

Während seiner 16-jährigen Tätigkeit stand für ihn jeder einzelne Mensch im Mittelpunkt seines Tuns und Handelns, unabhängig vom Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe, politischen Gesinnung und Glaubensrichtung. Während seiner Zeit in Wolfhagen stand er Menschen zur Seite, die oft ohne eigenes Verschulden an den Rand der Gesellschaft gedrückt wurden. Dabei lernte er die dunklen Seiten in einem der wirtschaftlich reichsten Länder der Erde kennen.

Aus diesen Erkenntnissen entstand bei Marcus Drescher 2002 die Idee, die Wolfhager Tafel zu gründen. Am 20. Januar 2003 nahm sie als Projekt des Diakonischen Werkes Hofgeismar/Wolfhagen mit der ersten Lebensmittelausgabe für acht Bedarfsgemeinschaften ihre Arbeit auf. Ihm zur Seite standen damals neun ehrenamtliche Unterstützer. Heute versorgt die Wolfhager Tafel über 160 Bedarfsgemeinschaften, wobei sich hinter dieser Zahl fast 400 Personen verbergen, davon ein Viertel Kinder. Die Zahl der Helfer ist zwischenzeitlich auf 70 Frauen und Männer angewachsen.

Zudem stieß Marcus Drescher mit seiner Diakonie-Kollegin Karin Zipperer-Heinemann das Projekt Zeitlos an. Dabei handelt es sich um ein heute nicht mehr wegzudenkendes Zentrum für Demenz, das in Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Kassel-Nordhessen, und dem Caritasverband Nordhessen-Kassel geführt wird.

Und schließlich begleitete Marcus Drescher zusammen mit Initiatorin Waltraud Mangold in den vergangenen neun Jahren die Kinderweihnachtswunschaktion. Hierbei werden Kinder aus etwa 100 sozial schwachen Familien mit einem Geschenk überrascht, das sie sich selbst gewünscht haben.

Marcus Drescher bleibt in seinem neuen Arbeitsgebiet auch künftig seinem sozialen Engagement treu. Am 1. Oktober tritt er seine neue Stelle bei der Eheberatungsstelle der katholischen Diözese Fulda mit Sitz in Kassel an.

Quelle: HNA

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