Die Oma war die Pionierin

+
Camper bereits in vierter Generation: Margot Pfaff aus Kassel mit Enkel David Pfaff, seiner Frau Rebecca und den Kindern Lea und Aaron. Foto: Thiery

Wallenstein. Sie zeltete schon in Wallenstein, als es dort noch gar keinen festen Platz dafür gab. Margot Pfaff kommt seit 1958 in den Knüll, um sich dort an der Burg zu erholen. Über 50 Jahre verbrachte sie dort nahezu jedes Wochenende und erlebte die Entwicklung des Campingplatzes mit.

1958 entdeckte sie den idyllischen Ort mit ihrem Mann Helmut. Die Beiden waren damals ein junges Paar und noch kinderlos, als sie das erste Mal an der Burg ihr Zelt aufschlugen, um dort die Sommerferien zu verbringen. „Damals wurde gerade das Naturbad gebaut“, erinnert sie sich. Soldaten hievten einen der vier Teiche unter der Burg aus und befestigten ihn mit Steinen. Die beiden verfolgten die Bauarbeiten.

Keine Zelte in Sicht 

Mit einem befreundeten Paar waren sie aber die einzigen, die das Terrain zum Campen nutzten. „Weit und breit waren keine Zelte in Sicht“, erinnert sie sich. So waren sie fast die Pioniere für den Campingplatz, der dort später entstand. „Uns gefiel die Natur so gut, dass wir ab da jedes Jahr in Wallenstein Urlaub machten“, erzählt sie.

Der Wald und die Tierwelt, die Idylle hatte es den Beiden angetan und so schlugen sie immer wieder ihr Zelt dort auf, bis sie zehn Jahre später ihren ersten festen Wohnwagen dort installierten, der, mit dem festen Vorzelt ausgestattet, zum Wochenendhäuschen wurde. Die Verkäuferin bei Rewe und der Expidient bei Langnese erholten sich seitdem mit den beiden Söhnen im Knüll. Sie wanderten viel, suchten Pilze und Waldbeeren und schwammen im Naturbad.

Es ist wie Urlaub 

„Wenn wir hier sind, ist es wie Urlaub“, sagt sie. Das bestätigt auch ihr Enkel David Pfaff, der in der dritten Generation halb in Wallenstein groß geworden ist, weil Eltern und Großeltern ihn immer mit nahmen. Nun macht sogar die vierte Generation dort Urlaub. Die Sommerferien verbringt er mit seiner Frau Rebecca und den Kindern Lea und Aaron und der Oma am Wallensteiner Campingplatz. Pfaffs haben mittlerweile zwei feste Campingwagen dort stehen.

Nur noch mit der Familie 

Margot Pfaff kommt, seit ihr Mann verstorben ist, nur noch mit der Familie. „Früher waren wir auch im Winter hier“, sagt sie und zeigt auf den Ofen und die feste Installation der Küche im Vorzelt. „Wir sind eben echte Camper“. Ganz idyllisch liegt der Platz auch etwas abseits am Waldrand, abends huschen die Rehe über die Wiese.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare