Ein Jahr Caféteria- und Mensaverein - Essenszahl hat sich verfünffacht

Maria, ihnen schmeckt’s

Der Laden brummt: Seit Maria Meyer-Saur (rechts) neben der Caféteria auch die Leitung der Mensa der Wilhelm-Fichner-Schule übernommen hat, haben sich dort die Essenzahlen verfünffacht. Pro Woche werden mehr als 1000 Mahlzeiten ausgegeben. Foto: zih

Wolfhagen. Über den Bestsellerroman von Jan Weiler „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ können die Schüler und Lehrer der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule (WFS) nur müde lächeln. Denn seit seit „ihre“ Maria, die gebürtige Spanierin Maria Meyer-Saur, in Kooperation mit dem am 9. September 2009 gegründeten WFS-Caféteria- und Mensaverein auch das Kochlöffelkommando in der Mensa übernommen hat, brummt es dort so richtig.

Ludger Brinkmann, stellvertretender Schulleiter: „Die Nutzung der Mensa war vorher unbefriedigend. An den vier Essenstagen wurden täglich nur zwischen 20 und 60 aufbereitete Tiefkühlmenüs ausgegeben.“ Die seit 20 Jahren von Maria geleitete Caféteria dagegen erfreute sich deutlich besseren Zuspruchs, sie hatte täglich neben den belegten Brötchen-, dem Kuchen- und Snackangebot Abnehmer für bis zu 100 Tellergerichte.

Auf Initiative der Schulleitung unter Einbindung von Lehrer-, Eltern- und Schülervertetern sowie des WFS-Fördervereins wurde der Caféteria- und Mensaverein unter Vorsitz von Claudia Jonda aus der Taufe gehoben und Maria Meyer-Saur auch für den Betrieb der Mensa gewonnen. Und es gab ein neues Konzept für die Mensa: Statt der bisherigen Drei-Wahlessen-Tiefkühlkost gibt es dort jetzt ein Buffet und eine Salatbar. Alle benötigten Nahrungsmittel in Bio-Qualität werden täglich frisch von Demeter- und Biolandbetrieben aus dem Wolfhager Land bezogen.

Auch das Öffnungsangebot hat sich erweitert, jetzt kann dort an fünf Tagen gespeist werden - mit dem Ergebnis, dass sich die Nutzerzahlen verfünffacht haben. Derzeit werden weit mehr als 1000 Essen pro Woche ausgegeben. Eine Mahlzeit kostet drei Euro, für Kinder aus sozialschwachen Familien kann auf formlosen Antrag hin ein Zuschuss von bis zu 2,50 Euro pro Mahlzeit gewährt werden, finanziert durch die Karl-Kübel-Landesstiftung beziehungsweise den durch die Kirche oder Förderverein unterstützten Essenfonds.

Ein weiterer positiver Effekt des neuen Caféteria- und Mensakonzeptes ist, dass statt den bisherigen zwei 400-Euro-Jobs dort jetzt zehn Mitarbeiter von Vollzeit bis zur geringfügigen Beschäftigung arbeiten. In Anspruch genommen wird das Mensaangebot auch von den Mädchen und Jungen der Grundschule während der Ganztagsbetreung.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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