Lebensmittelmarkt mit besonderem Modell feiert ersten Geburtstag

+
Der Laden läuft: Armin Heß, Geschäftsführer der Bürgerkooperation Knüll Versorgungszentrum, Karl-Heinz Schneider, Vorstandsvorsitzender der Bürgergenossenschaft, und stellvertretende Marktleiterin Nicole Schmidt ziehen eine positive Bilanz.

Schwarzenborn. Ein besonderes Geschäftsmodell feiert Geburtstag. Seit einem Jahr ist der Laden in Schwarzenborn in Betrieb - mit einer ersten Bilanz, die sich sehen lassen kann.

Der auf 850 000 Euro geschätzte Jahresumsatz wurde um 350 000 Euro übertroffen, ein Anbau der Ladenfläche steht unmittelbar bevor

„Insgesamt läuft es erhebliche besser, als wir gedacht hatten“, sagen Armin Heß, Geschäftsführer der Gesellschaft, und Karl-Heinz Schneider, Vorstandsvorsitzender der Bürgergenossenschaft Knüll. Die beiden Schwarzenborner stehen für das Geschäftsmodell, aus dem der Nahversorgungsmarkt entstanden ist. Prinzip der Bürgerkooperation Knüll Versorgungszentrum, einer GmbH und Co. KG, ist es, möglichst viele Privat-, aber auch Geschäftsleute zu beteiligen (siehe Hintergrund). Eine Dividende könne vermutlich nicht ausgezahlt werden, weil weiter investiert wird und der Anbau für die Erweiterung des Getränkelagers geplant ist, erklärt Heß. Einige Veränderungen habe es bereits gegeben, sagen Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender. So habe die Marktleitung inzwischen gewechselt. Auch der Getränkehandel läuft inzwischen - wie auch das restliche Warenangebot - über die Rewe-Nahkauf.

Anlaufstelle ist der Laden inzwischen für Kunden aus dem näheren Knüllgebiet wie Hülsa, Hergertsfeld, Hauptschwenda und Christerode. „Viel Laufkundschaft erreiche den Laden auch durch Besucher der Arztpraxis und des Kikra-Altenheimes in Schwarzenborn“, beobachtet Genossenschaftsvorsitzender Schneider.

Insgesamt blickt die Betreibergesellschaft positiv gestimmt nach vorne. Schon der Name „Versorgungszentrum“ macht den Weg frei für weitere Ideen. Da könne vieles möglich sein, sagt Heß. Im Blick hat die Gesellschaft bereits nächste Projekte wie das Betreiben von Windrädern - im Moment dreht sich allerdings noch alles um den Laden im Eselsweg. Heß: „Der Markt ist unser Nukleuspunkt.“

Von Sylke Grede

Mehr in der gedruckten Freitagausgabe

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare