450 Gäste lauschten dem Neujahrskonzert des Blasorchesters in der Treysaer Festhalle

Marsch, Swing und Pop

Hochkarätiges Konzert: 45 Musiker aus der Schwalm und aus Melsungen bewiesen am Sonntag unter der Leitung von Dr. Karsten Heyner eine hervorragende Wandelbarkeit und überzeugten mit perfektem Klang. Fotos:  Rose

Treysa. Weder Eis noch Schnee hielt in diesem Jahr die Zuhörer des Neujahrskonzerts von ihrem Besuch ab. Ganz im Gegenteil, sie wurden gar von Sonnenschein begleitet. 450 Gäste strömten am Sonntagmittag in die Treysaer Festhalle - zum Neujahrskonzert des Blasorchesters Schwalmstadt.

35 Musiker aus der Schwalm und zehn Kollegen des Orchesters Harmonie Musik Melsungen hatten ein zweistündiges, überaus unterhaltsames und kurzweiliges Programm zusammen gestellt. Unter der Leitung von Dr. Karsten Heyner entrollte das Orchester ein reiches Repertoire - von Marsch bis Musical. Moderiert wurde das Ganze charmant und informativ von Stefan Todt, der selbst auch mitspielte.

Im ersten Teil konzentrierten sich die Musiker auf den konzertanten Teil, im zweiten Teil stand Unterhalsames auf dem Plan. Mit einem wahren Paukenschlag - dem York´scher Marsch von Beethoven, besser bekannt als Einzugsmarsch der Bundeswehr beim großen Zapfenstreich- stellte sich das Orchester standesgemäß beim Publikum vor. Darauf folgte ein Militärmarsch von Louis Örtel, „Graf Waldersee“, der vor allem durch seinen ungewöhnlichen Klang überraschte. Die Zuhörer dürften das Motiv des Liedes „Tochter Zion“ heraus gehört haben. Beeindruckend und getragen trugen die Musiker Bachs „Jesus bleibet meine Freude“ vor. „Das Werk stammt aus einer von Bachs vielen Kantaten“, erläuterte Todt. Einst sei das Werk für Chor, Streicher und Solotrompete geschrieben worden.

Filmmusik und Musical

Zurück in die Gegenwart ging es mit dem Swingklassiker „Puttin on the Ritz“ - dank Robbie Williams Neuaufnahme des Swingklassikers derzeit äußerst populär. In den Wilden Western entführte das Orchester mit „Moment for Morricone“. Morricone schrieb Filmmusiken, überwiegend für „Italo-Schinken“. Zu Ehren des Pianisten, Komponisten, Dirigenten und Lehrers Leonard Bernstein erklangen seine bekanntesten Werke, etwa aus „Westside Story“. „Er hatte ein Faible für Rhythmik - das versuchen wir Schwälmer jetzt auch“, versprach der Moderator - dem Publikum gefiel es. Als anspruchsvoller Satz erwies sich „The Phantom of the Opera“, den die Musiker hervorragend interpretierten. Mit den Hits von Falco verabschiedete sich das Orchester in die Pause.

Bei Sekt und Häppchen stimmten sich die Gäste auf den zweiten Teil ein. Auf das Böhmische Ständchen folgte „Sweet home Chicago“ und die beeindruckende Bearbeitung „The eagles in Concert“. Die überraschende und hochkarätige Präsentation kam bestens an, das Publikum freute sich über mehrere Zugaben.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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