Keine Verhandlung vor dem Amtsgericht in Fritzlar

Dienstwagen-Affäre: Martin Wagner erkennt Strafbefehl nun doch an

Martin Wagner

Homberg. Überraschende Wende in der Dienstwagen-Affäre um den Homberger Bürgermeister Martin Wagner (CDU): Der Verwaltungschef erkennt den Strafbefehl nun doch an, den die Staatsanwaltschaft gegen ihn erwirkt hatte.

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Das gab der 44-Jährige am Montag in einer persönlichen Erklärung bekannt. Zu einer mündlichen Verhandlung, die am Mittwoch vor dem Amtsgericht in Fritzlar hätte stattfinden sollen, wird es somit nicht kommen.kommen.

Wegen Urkundenunterdrückung hatte die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl über 30 Tagessätze (ein Monatsgehalt) erlassen, der nun rechtskräftig werde, wie Oberstaatsanwalt Manfred Jung gegenüber unserer Zeitung erklärte. Wagner gelte damit als vorbestraft, es erfolge jedoch kein Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis.

Wagner begründete seinen Schritt unter anderem damit, dass er Schaden von der Stadt, den Mitarbeitern und seiner Familie abwenden wolle. Es sei aber rechtmäßig gewesen, den Stadtverordneten zurückzuholen. Wagner: „Den dabei entstandenen Fehler in Bezug auf das Fahrtenbuch habe ich korrigiert. Als Chef der Verwaltung übernehme ich die Verantwortung und entschuldige mich dafür in aller Form.“

Der 44-Jährige betonte erneut, dass er die Seite aus dem Fahrtenbuch nicht herausgerissen habe. „Wer dies getan hat, ist nicht bekannt“, erklärte der Verwaltungschef. Gegen Wagner wird allerdings immer noch in einem anderen Zusammenhang ermittelt. Er steht unter dem Verdacht, Fördergeld missbräuchlich verwendet zu haben. Der Vorwurf lautet auf Untreue. Wann dieses Verfahren abgeschlossen werde, könne er noch nicht absehen, erklärte Oberstaatsanwalt Jung.

Von Heinz Rohde

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Quelle: HNA

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