Fraktion zur Erweiterung der Hähnchenfabrik

Massentierhaltung: Grüne fordern Ende

Gudensberg. Die Massentierhaltung nehme in Nordhessen immer weiter zu, so Jörg Warlich, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Niedenstein. „Gerade im Niedensteiner Stadtteil Metze steigen die Belastungen“, so Warlich.

So sei in Metze die Erweiterung einer Hähnchenmastanlage auf 76 475 Masthähnchen genehmigt worden. „Der vorhandene Putenmaststall mit 19 500 Tieren und der derzeit realisierte Schweinemaststall beeinträchtigen ebenfalls das Leben vor Ort.“ Die Grünen fordern daher ein Ende.

Als Schlag ins Gesicht bezeichnet Warlich die Entscheidung der Gudensberger Stadtverordneten, für die Erweiterung eines Geflügelschlachtbetriebs. „Ich bin persönlich enttäuscht darüber, dass SPD und CDU die Weichen für eine Zunahme der Massentierhaltung im Schwalm-Eder-Kreis gestellt haben.“ Ende März habe Bürgermeister Frank Börner (SPD) noch behauptet, dass es keine konkreten Pläne für den Neubau gebe.

Sorgt für Konflikte

Die Grünen befürchten, dass der Ausbau der Hähnchenfabrik für weitere Mastställe und Konflikte sorgen werde. Die bisherige Firma, Gebrüder Stolle, habe in den nächsten Jahren am Standort Gudensberg die Mitarbeiterzahl von 300 auf 600 erhöhen wollen. Die geplante Erweiterung der Firma Stolle in Gudensberg hätte die tägliche Schlachtkapazität von 90 000 auf 180 000 Tiere erhöht.

„Unsere Region wird voraussichtlich in den nächsten Jahren noch stärker von der Massentierhaltung betroffen sein.“ (red)

Quelle: HNA

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