Oberelsunger und Zierenberger Grundschüler als Tüftler und Zahlenakrobaten

Mathematik voller Magie

Projekt Mathe-Magica: Lara, Nina, Celina, Joshua, Mira, Elisa, Alena, Hannah und Finka bauen Pyramiden. Foto: Michl

Zierenberg. „Oh je, vier Tage lang ununterbrochen Mathematik als Unterrichtsfach. Das halte ich nicht aus.“ Nicht nur dem neunjährigen Nils aus der Zierenberger Fritz-Hufschmidt-Grundschule grauste vor dieser Vorstellung, sondern auch seinen Mitschülern und denen der Bärenberg-Grundschule in Oberelsungen. Für insgesamt 164 Mädchen und Jungen beider Grundschulen stand unter Gesamtleitung der Mathematikbeauftragten Thekla Kuhaupt gemeinsam das Projekt Mathe-Magica an. „Damit“, so Schulleiterin Claudia Laaber, „wollen wir den Kindern auf spielerischer Weise Zugang und neue Wege zu dieser fantastischen Wissenschaft „der Kunst des Lernens“, so die Übersetzung aus dem griechischen für Mathematik, aufzeigen und eröffnen.“ Mit Erfolg. Denn schon nach den ersten Unterrichtseinheiten stellten die Schülerinnen und Schüler fest: Mathe kann richtigen Spaß machen.

Mit Neugierde und Begeisterung tauchten die Mädchen und Jungen in die faszinierende Welt des Rechnens, der Figuren, Formen und Zahlen ein. Anfassen, probieren, experimentieren, knobeln, tüfteln, bauen, gestalten, optische Täuschungen, hinterfragen, Mathe und Kunst, Antworten zu finden, warum ist das so, wovon hängt das ab, wie kann ich das berechnen? Zudem Strategien entwickeln, um gemeinsam spielerisch ans Ziel zu kommen. Denn bei Mathe-Magica in der Zierenberger Fritz-Hufschmidt-Schule – die Oberelsunger Kinder reisten jeden Tag an – war Teamarbeit angesagt, wobei sich jede Gruppe gemischt aus Schülern der Klassen eins bis vier zusammensetzte.

„Die anfängliche Skepsis, auch im Kollegenkreis“, so Claudia Laaber und Thekla Kuhaupt, „wich ganz schnell einer euphorischen Neugierde und Begeisterung. Die Kinder waren regelrecht verzaubert von diesem magischen Mathematikunterricht. Vergaßen Zeit und Raum, verzichteten freiwillig auf ihre Pausen und wollten auch nach Schulschluss noch weitermachen.“

Am vorletzten Projekttag bekamen die kleinen Rechenkünstler und Zahlenakrobaten Besuch von den Mädchen und Jungen des Zierenberger sowie Oberelsunger Kindergartens, konnten nicht nur da ihr erworbenes Wissen und Können präsentieren. Denn zum Abschluss von Mathe-Magica gab es einen Elternabend, bei dem die Grundschüler manchen Papa, manche Mama in Verlegenheit brachten, als sie von ihnen die Lösung einer kniffeligen Aufgabe einforderten.

Das schönste Kompliment für das viertägige Projekt machte aber der zu Anfang frustrierte Nils: „Schade, dass es schon zu Ende ist.“ Und damit sprach er all seinen Mitschülerinnen und Mitschülern aus der Seele. (zih)

Quelle: HNA

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