Sechs Herren- und vier Damenteams

Spannendes Rennen im Brühtrog: Matrosen gingen baden

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Zella. „Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön, ja da kann man die Matrosen an der Reling stehen sehn…“ Ob diese Liedweisheit auch für ein Brühtrogrennen auf der Schwalm gilt, konnte am Sonntagnachmittag in Zella überprüft werden.

Die Kirmesburschen hatten einen Parcours aufgebaut, und vier Damen- und sechs Herrenteams nahmen die Herausforderung an.

Idealerweise sollte es nach dem Start einen Abstecher zur Verpflegungsstation geben, um frisch gestärkt durch einen kurz über der Wasserfläche baumelnden Reifen zu steigen. Ein kleiner, aber eng gesteckter Slalom folgte und endete an einem wackeligen Floß, auf dem ein Nagel einzuschlagen war. Die Rückfahrt diente als Sprintstrecke, deren Abschluss ein Glockenschlag bilden sollte. Soweit die Theorie.

Die Realität sah anders aus. Schon die Vorführung der beiden Vorsitzenden der Burschenschaft ließ die Schwierigkeiten der Strecke erahnen. Bereits nach wenigen Metern versank ihr Trog zum ersten, aber nicht zum letzten Mal.

Gespannt wartete das Publikum auf die Teilnehmer. Die Herrenteams „Käptn´ Iglo und Käptn´ Blaubär“ gegen „Schefin´s Lieblinge“ starteten den Wettbewerb, sie meisterten den Parcours auf der Hinfahrt perfekt, jedoch beim Rückweg gingen beide Teams baden. Außerdem hielt die Glocke dem Schlag des Ruders nicht stand und fiel in den Trog.

Das „Dirndl Duo“ und „Die Bobbelsche“ boten im Anschluss ein fast gleich schnelles Rennen, jedoch ging das Frauen-Duo kurz vor dem Ziel doch noch unter, so das „Die Bobbelsche“ mit ihrer Zeit von 3 Minuten und 46 Sekunden am Ende des Wettbewerbs den ersten Platz bei den Damen belegen konnten.

Eine ganz besondere Leistung gelang im Anschluss den „Flamingosailors“. Im Zweikampf gegen das Team der „Weltmeister 2012“ erreichten sie ihren ganz eigenen Rekord, denn die beiden Herren kenterten nicht nur etliche Male mit ihrem Trog, nein sie brachten sogar das Floß mit dem Nagelblock zum umkippen. Hätte es einen Preis fürs Kentern gegeben, sie wären würdige Gewinner gewesen. Zwei Streckenposten sprangen in die Schwalm und richteten das Floß wieder auf.

„Das Niveau“ ließ seine Konkurrenten von den „Feinripps“ weit hinter sich, kenterte nicht und sprang vor Begeisterung nach dem Erreichen des Ziels freiwillig ins Wasser. Ihre Zeit von 2 Minuten und 49 Sekunden reichte für den ersten Platz bei den Herren.

Fotos von dem Rennen

Brühtrogrennen in Zella

Zum Abschluss boten die „Timberlines“ und die stilvoll gekleideten „Matrosinnen“ Spannung pur. Da bei der Kenterung des Flosses mit dem Nagelblock ein Hammer verloren gegangen war, versuchten die „Timberlines“ den Nagel mit dem Paddel einzuschlagen, was nicht sehr effektiv war.

So lässt sich feststellen, dass die „Matrosinnen“ am Ziel zwar nicht mehr an der Reling standen, sondern untergegangen waren, die Seefahrt jedoch sowohl für das Publikum als auch für die Seefahrer sehr lustig gewesen ist.

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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