Metzer warb für rücksichtsvolleres Verhalten in Wald und Feld

Hatten zum Vortrag eingeladen: Bernd Gelpke und die Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins Metze, Irmhild Georg. Foto: Rehwald

Niedenstein. Bernd Gelpke ist in Niedenstein-Metze nicht nur Jagdpächter, sondern er setzt sich auch leidenschaftlich für den Erhalt der heimischen Naturlandschaft und ihrer Tierarten ein.

Vor über siebzig Zuhörern hielt er jetzt im Gemeinschaftshaus in Metze einen Vortrag über „Natur und Jagd in unserer Heimat“.

Es ging ihm dabei darum, das Bild des Jägers in der Öffentlichkeit zu verbessern. Zudem möchte er mehr Anwälte für die Natur gewinnen.

Zu Fotos von Tier und Landschaft aus Metze und Umgebung hörte das Publikum Informatives über die Magerrasenflora und -fauna des Chattengaus, über die Jagdgeschichte vom ersten bekannten Jagdrecht der Kelten etwa 300 v. Chr. bis hin zu den heutigen Jagdgenossenschaften, über die Jagdethik, darunter die Regeln der Waidgerechtigkeit, über Tierschutz und die Beherrschung des Jagdhandwerks, sowie über Brauchtum und die Jagd als Kulturgut.

„Das heutige Die-Natur-Gehört-Mir-Verhalten schafft Gräben und Konflikte“, sagte Gelpke. Ob Freizeitsportler, Hundehalter oder Geocacher, jeder stelle seine Anliegen in den Vordergrund.

Zu seinem Vortrag hatte der 62-jährige Metzer auch einige ausgestopfte Tiere zum Anschauen mitgebracht. Das Publikum sah Reh, Fuchs und Waschbär ebenso im Original wie einige heimische Singvögel und die Raubvogelarten Bussard, Sperber und Falke.

Von vielen Tieren gab es Lautäußerungen zu hören. Außerdem lernten die Zuhörer die wichtigsten Fachbegriffe und das Fährtenlesen. Der Fußabdruck eines Wildschweins ist zum Beispiel gut an der Form seiner Klauen, des Geäfters, zu erkennen. „Wildschweine sind besonders anpassungs- und lernfähig und nicht standorttreu“, erklärte der Jagdpächter. „Sie legen in einer Nacht bis zu 20 Kilometer zurück, und auch das gestaltet ihre Bejagung schwierig.“

Bernd Gelpke war es zudem ein besonderes Anliegen, seinen Zuhörern das richtige Verhalten in der Natur näher zu bringen. Wünschenswert sei es, Rücksicht auf tag- und nachtaktive Tiere zu nehmen und sie nicht in ihrem Lebensrhythmus zu stören, Hunde im Wald anzuleinen und keinen Lärm zu verursachen. „Heutzutage gebrauchen und brauchen wir unsere Natur tagtäglich, aber was geben wir ihr dafür zurück?“. (zkr)

Quelle: HNA

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