Quote 5,6 Prozent

Mehr Arbeitslose im Kreis

Martin Büscher

Schwalm-Eder. Der kalte Winter und die schwächelnde Konjunktur machen dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Im Schwalm-Eder-Kreis sind wieder mehr Menschen arbeitslos als vor einem Jahr und als im Januar.

Die Arbeitslosenquote beziffert die Arbeitsagentur für den Februar auf 5,6 Prozent für den Landkreis, im Januar waren es 5,5 Prozent. Im aussagekräftigeren Vergleich zum Februar des Vormonats ist die Verschlechterung noch deutlicher, damals hatte die Quote 5,4 Prozent betragen.

Die Entwicklung sei für einen Februar ziemlich normal, sagte Martin Büscher, Chef der Arbeitsagenturen im Schwalm-Eder-Kreis. „Es ist ziemlich wenig Dynamik drin“, charakterisierte Büscher den Arbeitsmarkt.

Auch der kalte Februar habe sich ausgewirkt, die Saisonarbeitslosigkeit sei angestiegen. Das betrifft zum Beispiel die Berufe im Gartenbau und im Baugewerbe, das draußen tätig ist. „Wir warten auf besseres Wetter“, sagt der Agenturleiter, denn dann werde sich auch die Lage am Arbeitsmarkt verbessern.

Mit der Saisonproblematik lasse sich erklären, dass besonders Männer von der höheren Arbeitslosigkeit betroffen seien, denn sie seien in Saisonberufen häufiger beschäftigt als Frauen.

Stark angestiegen ist die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen. Auch das lasse sich erklären, so Büscher, denn die dreieinhalbjährigen Ausbildungen – etwa im Handwerk, der Industrie und in technischen Bereichen – seien jetzt beendet worden.

Am schwierigsten sei zurzeit die Lage in der Schwalm. Dort gebe es mehr kleinere und mittlere Betriebe in der Fertigung. Und die seien besonders stark von konjunkturellen Schwankungen betroffen und häufiger vom Export abhängig.

In der Schwalm beträgt die Quote 6,2 Prozent, das ist deutlich mehr als im Januar (5,9 Prozent) und im Dezember vergangenen Jahres (4,8 Prozent).

Auch im Bereich Melsungen, der traditionell besser abschneidet als der Rest des Landkreises, ist die Arbeitslosigkeit angestiegen. Die Quote beträgt dort 5,0 Prozent, das ist exakt der Wert des Vorjahres-Februars und liegt 0,1 Prozentpunkte über dem Januar 2013.

Im Agenturbezirk Fritzlar ist der Arbeitsmarkt statisch. Die Zahl der Arbeitslosen, nämlich 2481, ist exakt so hoch wie im Januar. Die Quote beträgt 5,6 Prozent, so wie schon im Februar 2012.

Auch an der Anzahl der neu gemeldeten freien Stellen zeige sich die schwächere Dynamik, erklärte Büscher. Jobs gebe es am ehesten in den Bereichen Pflege, Gesundheit, aber auch wieder in der Zeitarbeitsbranche.

Eine Prognose für den März traut sich Büscher nicht zu und verweist erneut auf die Bedeutung der Witterungsverhältnisse: „Sie fragen mich nach einer Prognose fürs Wetter.“

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare