Steigerung um zehn Prozent nach Schließung der Geburtshilfeabteilung in Arolsen

Mehr Babys kommen in Wolfhager Kreisklinik zur Welt

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Überzeugendes Angebot: Sandra Schneider aus Bad Arolsen - hier mit Baby Anike und Söhnchen Aron - hat sich für eine Geburt in der Wolfhager Kreisklinik entschieden.

Wolfhagen. In Deutschland werden so wenig Kinder geboren wie sonst nirgendwo in Europa, schlägt das EU-Statistikamt in diesen Tagen Alarm. Seit Jahren ist die Bundesrepublik bei der Geburtenrate Schlusslicht der 27 EU-Mitgliedsstaaten.

Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland 8,3 Geburten auf 1000 Einwohner.

Eine Entwicklung, die auch vor dem Wolfhager Land nicht Halt macht. Dennoch ist man derzeit in der Wolfhager Kreisklinik optimistisch gestimmt. Wurden im vergangenen Jahr bis Ende Juli 115 Kinder geboren, so sind es in diesem Jahr schon 130. Eine Steigerung, die aus Sicht von Dr. Werner Prinz, Belegarzt in der Kreisklinik, auch mit der Schließung der geburtshilflichen Abteilung in Arolsen Ende 2010 zusammenhängt.

„Seitdem entbinden die Arolserinnen in Korbach, Volksmarsen oder eben Wolfhagen“, so Sandra Schneider aus Schmillinghausen, die sich für die Kreisklinik entschieden hat, wo am Mittwoch ihre Tochter Anike geboren wurde. Grund: Ambiente und Angebote haben ihr gefallen.

Auch das gehört zur Strategie in der Kreisklinik, um sich gegen den Geburtsrückgang zu stemmen. „Mit attraktiven Angeboten für die Mütter und gutem medizinischen Know How versuchen wir Schwangere für unser Haus zu gewinnen“, so Dr. Prinz. Er und seine Kolleginnen halten es für möglich, dass ab Herbst auch Kundschaft aus Kassel und Umgebung nach Wolfhagen kommt, weil die Geburtshilfeabteilung des Diakonissen-Krankenhauses vom Vorderen Westen nach Bettenhausen umzieht.

Quelle: HNA

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