Die Restauratorin Ulrike Höhfeld informierte beim Ortstermin über Sanierungsarbeiten

Mehr Baugeld für Kirche

Großes Interesse an der Kirche: Pfarrer Frieder Seebaß (2. von rechts) freute sich über die große Resonanz beim Infoabend in der Kerstenhäuser Kirche. Fotos: Zerhau

Kerstenhausen. Wenn keine bösen Überraschungen mehr unter dem vorhandenen Putz und im Mauerwerk lauern, dann liegen die Arbeiten an der Kirche in Kerstenhausen in der Zeit und die Finanzierung ist gesichert. Denn zusätzlich zu den 75 000 Euro, die bisher zur Verfügung standen, kommen weitere 13 000 Euro von der Landeskirche hinzu.

Damit würde es dann nicht mehr erforderlich sein, einen Kredit aufzunehmen, wie der Förderkreis beim Ortstermin sagte. Das waren gleich zu Beginn die guten Nachrichten beim Informationsabend in der Kirche in Kerstenhausen.

Pfarrer Frieder Seebaß sagte bei der Begrüßung, dass zurzeit alle geplanten Arbeiten ausgeführt werden konnten. Ein altes Gebäude sei immer eine Wundertüte, sagte er, denn man könne nie wissen, was noch alles an Überraschungen zum Vorschein komme.

Auf jeden Fall wurde die komplette neue Elektrik mit diversen Leitungen unter Putz gelegt. Damit seien die Voraussetzungen für eine Beheizung mit Infrarotstrahlern gegeben. Doch vorher wolle man sich noch informieren, welche Erfahrungen andere Kirchen damit gemacht hätten.

Über den Stand der Dinge, was bisher gemacht wurde und vor allem, wie es weiter geht, berichtete die Marburger Restauratorin Ulrike Höhfeld. Über 30 Leute aus Kerstenhausen waren zur Kirchenbaustelle gekommen, um sich über den Stand der Arbeiten zu informieren.

Wie Ulrike Höhfeld sagte, musste der gesamte Dispersionsanstrich entfernt werden, da dieser nicht atmungsaktiv sei. Kosten habe man bei den Abbeizarbeiten eingespart, da das Entfernen besser und schneller ging, als erwartet wurde. Als Innenputz wird Lehm aufgetragen, darauf kommt nach ausgiebiger Trocknung ein Kalkanstrich mit Farbgebung nach historischen Vorgaben. Dieser wird dann an die Holzausstattung farblich angepasst.

Als Dekoration ist geplant, so Höhfeld, im Altarbereich einen Psalm oder Spruch anzubringen. In Bezug auf die unter dem Farbanstrich gefundenen Malereien und Sprüchen sei es laut Restauratorin Ulrike Höhfeld erforderlich, Rücksprache mit der Denkmalpflege zu nehmen.

Ob es zur Fertigstellung und Einweihung zum Ende des Jahres kommen wird, hänge jetzt davon ab, wie schnell der Lehmputz trocken wird. Noch liege alles im Plan, die Hoffung auf die Einhaltung des Zeitplans bleibt. • Spendenkonten: Evangelische Kirchengemeinde Schwalmpforte, Raiffeisenbank Borken, Konto 550906, BLZ 52061303 oder Stadtsparkasse Borken, Konto 11536, BLZ 520 513 73.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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