Stadtbrandinspektor informierte Parlament

Mehr Einsätze, weniger Leute

Spangenberg. Der demografische Wandel wirkt sich auch auf die Feuerwehren aus: Innerhalb von drei Jahren sank die Zahl der Mitglieder in den Einsatzabteilungen der Spangenberger Wehren um 20 auf 276. Das berichtete Stadtbrandinspektor Uwe Bauer den Stadtverordneten am Donnerstagabend.

Die Kommunalpolitiker hatten über die Fortschreibung der Bedarfs- und Entwicklungsplanung für den Brandschutz und die Allgemeine Hilfe der Stadt zu entscheiden. Um ihnen eine Grundlage zu liefern, stellte Stadtbrandinspektor Bauer Einsatzbeispiele und Zahlen vor. Demnach hat sich zum Beispiel die Zahl der technischen Hilfeleistungen von 2009 bis 2011 von 20 auf 47 erhöht. In der Jugendfeuerwehr gab es 2011 103 Mitglieder, ein Jahr zuvor waren es 114. „Wo soll der Nachwuchs herkommen, wenn zum Beispiel in Vockerode-Dinkelberg im vergangenen Jahr gerade drei Kinder geboren wurden?“, fragte Bauer.

Um neue aktive Mitglieder für die Wehren zu gewinnen, benötige man ganz neue Konzepte, erklärte Peter Scheben (CDU). Gerade die Personalknappheit bei Tageseinsätzen sei bedenklich. Viele Feuerwehrleute seien beruflich unterwegs und könnten so im Notfall nicht zum Einsatz kommen. Während der Hauptarbeitszeit soll deshalb bei Tageseinsätzen immer die Kernstadt Feuerwehr zusätzlich in Marsch gesetzt werden.

Die Bedeutung der Drehleiter bei den Einsätzen verdeutlichte Bauer anhand von Einsatzfotos. Das 1993 in Betrieb genommene Gerät soll eventuell 2018 ersetzt werden. Ein Jahr zuvor soll es gründlich begutachtet werden.

Eine ganz neue Idee gegen den Personalmangel brachte SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Jakob ins Spiel: Auch heute 40-Jährige könnten noch für den aktiven Dienst bei der Wehr angeworben werden. Da sie bis 65 Dienst tun dürfen, lohne sich deren Ausbildung durchaus noch, meinte er.

Einstimmig befürworteten die Stadtverordneten die Fortschreibung des Bedarfsplans. (sis)

Quelle: HNA

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