180 beim Kreiserntedankfest – Dr. Lübcke für den Abschied von fossilen Brennstoffen

Mehr Energie aus der Natur

Festrede, Kaffeetafel, Gesang und Tanz: In einer Andacht dankten die Landwirte für die Früchte der Felder, bevor der Ehrengast Dr. Walter Lübcke ans Mikrofon der Kulturhalle trat. Fotos: Rose

Schwarzenborn. 180 Landwirte kamen am Sonntag zum Kreiserntedankfest in der Schwarzenborner Kulturhalle zusammen. Eingeladen hatte der Kreisbauernverband gemeinsam mit den Landsenioren. Bewirtet wurden die Gäste von den Landfrauen Schwarzenborn, die Mitglieder der Landjugend hatte die Bühne mit herbstlichem Schmuck vom Feld ausgestattet. Für die Tischdekoration waren die Landfrauen aus Berfa durch ihre Gärten gestreift. Die Festrede hielt diesmal Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke.

Nachdem der Posaunenchor Schwarzenborn die Besucher musikalisch eingestimmt hatte, grüßten Rainer Ochs, stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, und Bürgermeister Jürgen Kaufmann in die Runde. Pfarrerin Nora Dinges erinnerte in ihrer Predigt eindringlich daran, wie sehr der Mensch doch auf die Natur angewiesen sei und dass er auch künftig verantwortungsvoll mit ihr umgehen möge.

Über Landwirtschaft im Einklang mit der Energiewende sprach Dr. Walter Lübcke: „Den Menschen muss klar gemacht werden, dass Brot und Milch nicht aus dem Supermarkt kommen“, sagte er. Doch längst beschäftige sich der Landwirt nicht mehr nur mit den Feldfrüchten, er engagiere sich mehr und mehr auch in der Energiepolitik.

Auf mehrere Pferde setzen

„Die Bundesregierung spricht sich deutlich für eine Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien aus – aber in einem verträglichen Maß.“ Hierbei dürfte man nicht nur auf einen Gaul, sondern müsse auf mehrere Pferde setzen. Derzeit würden in Hessen etwa Wärme und Strom zu einem beachtlichen Teil aus regenerativen Energien gewonnen. Die überwiegend dezentralen Anlagen dazu würden häufig von Landwirten betrieben.

Lübcke plädierte dafür, sich schnellstmöglich von der Abhängigkeit fossiler Brennstoffe zu verabschieden. Der Weg der Energieerzeugung stelle eine neue Herausforderung dar: „Eine Möglichkeit könnten so genannte Bürgersolarparks sein“, erklärte der Regierungspräsident. Landwirte müssten den Menschen die Angst davor nehmen und dafür sorgen, dass Ideen wieder wachsen könnten.

Tanz und Gesang

Es folgte lebhafte Plauderei bei Kaffee und Kuchen, bevor der Nachmittag mit Auftritten der Volkstanzgruppe Oberaula und Darbietungen der Landfrauen heiter ausklang.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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