Mehr Fördergeld für Melsunger Feuerwehrstützpunkt

Großer Andrang: Zum Tag der Offenen Tür am Feuerwehrstützpunkt kamen im vergangenen Jahr viele Besucher. Archivfoto: Wenderoth

Melsungen. Melsungens Bürgermeister Markus Bouscein  ist zufrieden: Denn am Montag wird der Hessische Staatssekretär Werner Koch ab 12.30 Uhr am Feuerwehrstützpunkt an der Nürnberger Straße Bescheide über Fördergeld übergeben - und die fallen offenbar höher aus als gedacht.

Bei den Zuwendungsbescheiden handelt es sich um Zuschüsse, die für die Neuorganisation des Ordnungsamtes und den Bau des Feuerwehrstützpunktes am Löwe-Kreisel beantragt wurden. „Die Summe liegt knapp über dem, was wir beantragt haben“, sagte Bouscein.

Für das gemeinsame Ordnungsamt gibt es laut Hessischem Innenministerium einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro und für den Feuerwehrstützpunkt 798.000 Euro. Insbesondere beim Stützpunkt, den die Freiwillige Feuerwehr und die Werksfeuerwehr des Medizintechnikherstellers B. Braun nutzen, fällt die Summe offenbar höher aus als angenommen. Im Juni 2012 war die Rede davon, dass 787.200 Euro hessische Fördergeldern beantragt worden seien.

Insgesamt soll der Bau des im September 2013 eröffneten Stützpunkts 7,1 Millionen Euro gekostet haben. Das teilte Roland Schmidt, Leiter des Ordnungsamtes Melsungen mit. Bauherr war die Firma B. Braun, die Stadt erwarb dann einen 70-prozentigen Anteil. Für diesen Erwerb hatte die Stadt Fördergeld beantragt, das heute per Bescheid übergeben wird. Außerdem kommt noch Fördergeld des Schwalm-Eder-Kreises in Höhe von 1,4 Millionen Euro hinzu.

Werner Koch

Das im Juli eröffnete Ordnungsamt, das nun für die Städte Melsungen, Felsberg, Spangenberg und die Gemeinden Malsfeld und Morschen zuständig ist, wird mit 100.000 Euro bezuschusst.

Mit dem gemeinsamen Ordnungsamt sollen Städte und Gemeinden künftig Kosten sparen. Das geschehe zum Beispiel durch geringere Personalkosten. 2,4 Stellen würden durch die Zusammenlegung eingespart, sagte Ordnungsamtsleiter Schmidt. Allerdings sei die Neustrukturierung auch mit Kosten und Anschaffungen verbunden. Dabei war die Rede von 250.000 Euro. Die 100.000 Euro vom Land seien quasi eine Anschubfinanzierung, sagte Schmidt.

Warum die Förderung nun offenbar höher ausfällt und welche Folgen das haben könnte, konnten Ministerium und Stadt nicht sagen.

Von Max Holscher

Quelle: HNA

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