Über 400 Besucher kamen zur 675-Jahr-Feier ins Jubiläumsdorf Weidelbach

Mehr Gäste als Einwohner

Mehr Gäste als Einwohner waren ins Festzelt gekommen: An die 400 Besucher verfolgten in Weidelbach das Bühnenprogramm zur 675-Jahr-Feier. Fotos: Hubele 

Weidelbach. Mit ihrem Programm zur 675-Jahr-Feier lockten die 127 Einwohner Weidelbachs am Samstagabend über 400 Gäste in ihr Festzelt. Programmhöhepunkt war ein Auftritt der Weidelbächer Tänzerinnen, die verkleidet auf die Bühne traten und die Festgemeinde mit einer Choreografie zu Musikstücken von Michael Jackson begeisterten.

Mit Spannung verfolgte die Festgemeinde einen historischen Vortrag von Herbert Sinning, der besispielsweise daran erinnerte, dass einst der Pfarrer in Weidelbach zwei Predigten zu halten hatte und Weidelbach Zentrum eines Kirchspiels mit weiteren Dörfern war.

Die Weidelbacher Bildungsgeschichte griff eine kleine Theatergruppe aus dem Dorf auf. Sie spielte eine Unterrichtsstunde und griff dabei die Geschichte der alten Dorfschule auf.

Und noch etwas aus der Weidelbacher Geschichte kam bühnenreif zur Sprache. Dabei ging es um Pfarrer Dr. Franz Pahlmann, der zuletzt Pfarrer in Weidelbach war und seine Pfarrstelle bis 1958 inne hatte. Seine Tochter Mechthild und sein Sohn Martin kamen zum Jubiläum mit ihren Partnern und trugen vor, was des Pfarrers Töchterlein einst in Weidelbach beim Kirschenklau und anderen Streichen erlebte.

Auch an Gratulanten hatte Weidelbach kein Mangel, „Es ist alles ordentlich herausgeputzt“, lobte beispielsweise Landrat Frank-Martin Neupärtl die Weidelbächer in seinem Grußwort und staunte, was die 127 Einwohner mit dem Verein Bergrebellen auf die Beine gestellt hatten. Und der Spangenberger Bürgermeister Peter Tigges schwärmte von der schönen Gegend, in der die Weidelbächer wohnen: Wenn man von Bischofferode aus nach Weidelbach fährt, sieht das aus wie in der Toscana.

Das Dorfjubiläum hatte bereits am Freitagabend mit einer Disco im Festzelt begonnen. Gestern trafen sich die Weidelbacher nach einem Gottesdienst zu einem Frühschoppen mit Livemusik. Den ganzen Tag über gab es zu essen und zu trinken. Und Gäste konnten sich in einer Ausstellung über die Ortsgeschichte informieren.

Von Sylvia Hubele

Quelle: HNA

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