Minusrekord lieferte das Holzhäuser Feld

Stichwahl am Sonntag: Mehr als die Hälfte ging in Homberg nicht wählen

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Volles Haus: Zur Präsentation der Ergebnisse der Homberger Bürgermeisterwahl waren etwa 300 Menschen in die Stadthalle gekommen. Dieses große Interesse stand in krassem Widerspruch zu der erschreckend geringen Wahlbeteiligung. Foto: Zerhau

Schwalm-Eder. Mit einem eindeutigen Ergebnis ist Dr. Nico Ritz (35) am Sonntag in einer Stichwahl zum neuen Bürgermeister von Homberg gewählt worden. Die Entscheidung wirft dennoch Fragen auf, insbesondere zur Wahlbeteiligung, die historisch gering war.

Eine ausgesprochene Wahlmüdigkeit herrschte vor allem in den innerstädtischen Wahlbezirken. Den traurigen Minusrekord lieferte das Holzhäuser Feld ab, wo sich von 828 Wahlberechtigten nur 177 an der Entscheidung beteiligten (21,3 Prozent).

Hintergrund

Von den 11.161 Wahlberechtigten machten lediglich 5540 von ihrem Stimmrecht gebrauch. Das sind 49,6 Prozent. Auf Nico Ritz, der als unabhängiger Kandidat angetreten war, aber von der CDU unterstützt wurde, entfielen 3480 Stimmen (63,3 Prozent), sein Gegenkandidat Markus Opitz (FWG) kam auf 2019 Stimmen (36,7). Vor sechs Jahren, als Marianne Hühn gegen Amtsinhaber Martin Wagner angetreten war, hatte die Wahlbeteiligung bei immerhin 71,3 Prozent gelegen.

In den Stadtteilen war das Interesse zwar größer, die Beteiligung erreichte aber höchstens in kleinen Dörfern (Rodemann und Roppershain) mehr als 60 Prozent.

„Der eigentliche Wahlgewinner ist der Verdruss“, lautete denn auch das nüchterne Resümee von Hombergs künftigem Bürgermeister Nico Ritz. Intransparenz und die Sorge, dass geklüngelt werde, seien Gründe für die niedrige Wahlbeteiligung.

Ein hohes Maß an Transparenz und Glaubwürdigkeit - insbesondere gegenüber dem Parlament - seien jetzt erforderlich. Im Gegenzug erwarte er auch eine konstruktive Mitarbeit der Stadtverordneten, sagte Ritz gegenüber der HNA.

„Die Menschen haben eine hohe Erwartungshaltung. Ich wünsche Nico Ritz viel Kraft für diese Aufgabe“, meinte Markus Opitz. Er habe gegeben, was er konnte, und sein Team habe ihn großartig unterstützt.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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