Er will den Wahlkreis gewinnen

Thomas Viesehon aus Volkmarsen tritt für die CDU an

Blick über die Heimat: Thomas Viesehon auf der Kugelsburg, dem Wahrzeichen seiner Heimat. Sollte er den Sprung nach Berlin schaffen, will er vor allem die Region stärken. Foto:  Renner

Wolfhager Land. Hobbys? „Die Politik ist mein Hobby“, sagt Thomas Viesehon. Für anderes bleibe dem Bundestagskandidaten der CDU keine Zeit. Jetzt will er sein Hobby zum Beruf machen und den Sprung nach Berlin schaffen. Von dort aus möchte Viesehon seine Heimatregion stärken.

„Für mich ist es kein Ziel, eine Führungsposition in der Fraktion einzunehmen“, sagt der 40-Jährige. „Ich möchte eine Kontaktperson sein. Die Möglichkeiten liegen oft darin, Türen zu öffnen. Ein Mitglied des Bundestages wird anders wahrgenommen als ein Stadtrat, das kann man bewusst nutzen.“ Beispielsweise wenn es um die Verteilung von Fördermitteln für die Region gehe. Sollte er als Direktkandidat des Wahlkreises 167 (Waldecker Land/Landkreis Kassel) gewählt werden, möchte er seine Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen Finanzen, ländlicher Raum und demografischer Wandel setzen. Durchaus naheliegend, schließlich ist Viesehon Bankkaufmann und lebt in Hörle, dem kleinsten Volkmarser Ortsteil, wo seine Eltern Landwirtschaft betreiben.

Kontakt mit Menschen

Viesehon ist der Region eng verbunden: „Ich bin ein echter Waldecker“, betont der Kandidat und stellt klar: „Ich würde niemals einen Job annehmen, für den ich meinen Hauptwohnsitz ändern müsste.“ Mit seiner Frau Cora, mit der Viesehon seit nunmehr 13 Jahren verheiratet ist, möchte er auch in Zukunft in Hörle bleiben. In den vergangenen Wochen und Monaten ist er dort allerdings nur selten anzutreffen gewesen. Er „beackert“ seinen Wahlkreis, wie er es nennt. „Wahlkampf macht mir Spaß, es gibt keine bessere Zeit, um mit Menschen in Kontakt zu kommen.“ Stress und finanziellen Einsatz nimmt er dafür gern in Kauf. Sechs Wochen unbezahlten Urlaub hat Thomas Viesehon genommen und investiert eigenes Geld in seine Kandidatur.

50 zu 50 – so schätzt er seine Chancen ein, den Wahlkreis im September direkt zu holen. Und damit wesentlich höher als bei seinem ersten Versuch. Bereits 2009 war er bei der Bundestagswahl angetreten und damals wusste er: „Ich habe bestenfalls Außenseiterchancen.“ Gereicht hat es 2009 nicht.

Noch nie habe die CDU diesen Wahlkreis gewonnen, sagt der Volkmarser. Nun, mit seinem zweiten Versuch, möchte er das ändern.

Von Julia Renner

Quelle: HNA

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