Knotenwettbewerb des Feuerwehrnachwuchses: Sieg für Oberelsungen

Mehr als ein Kinderspiel

Kreuz- und doppelter Achterknoten: Josephine Wiegel und Franziska Flamme (Oberelsungen) machten ihre Sache nicht nur gut, sondern erwiesen sich auch als schnellster Trupp in der Altersklasse 16 bis 18 Jahre. Als Wertungsrichter verfolgte Frank Höpfl (Burghasungen) die Übung. Foto: Binienda-Beer

Oelshausen. Wenn Pfahlstich und Spierenstich zu lose oder falsch gebunden sind, der Mastwurf nicht klappt oder Kommandos zu leise gesprochen werden, dann kann das im Einsatzfall gefährlich werden. Noch ist es für den Zierenberger Feuerwehrnachwuchs nicht soweit. Der Knotenwettbewerb der vier Jugendfeuerwehren aber war dennoch mehr als ein Kinderspiel: ein weiterer Schritt der Vorbereitung auf die Zeit nach Übernahme in die Einsatzabteilung.

57 von insgesamt 84 Jugendfeuerwehrmitgliedern im gesamten Zierenberger Stadtgebiet stellten sich am Samstagnachmittag im Bürgerhaus von Oelshausen den praxisnahen Wettbewerbsherausforderungen. „Eine gute Quote“, befand Stadtjugendwart Werner Wagner, der sich auch mit den Leistungen des Nachwuchses zufrieden zeigte. In neun Mannschaften mit drei bis vier Trupps à zwei Personen bewiesen die Zehn- bis 18-Jährigen unter den kritischen Blicken der Wertungsrichter und gegen laufende Stoppuhren ihr Können. Trotz angestrebter Schnelligkeit galt auch diesmal wieder: Fehlerfreiheit steht ganz oben. „Letztlich kann in der Realität an einem einzigen Knoten womöglich ein Menschenleben hängen“, so Wagner.

Dass die vier Jugendwehren seit Wochen in den Gerätehäusern ihres Stadtteils fleißig geübt hatten, zeigte sich am Samstag schnell. „Wir können zuversichtlich nach Breuna fahren“, stellte Wagner mit Blick auf den Knotenwettbewerb aller Jugendfeuerwehren des Wolfhager Landes fest, der am 26. März ausgetragen werden wird. Mit dem Testlauf auf lokaler Ebene erhielten die Kinder und Jugendlichen am Samstag zum einen die Chance, Sicherheit in der Prüfungssituation zu gewinnen und eventuelle Schwächen noch rechtzeitig zu erkennen. Zum anderen bot sich beim gemeinsamen Nachmittag in Oelshausen aber auch die Gelegenheit, über die eigene Jugendwehr hinaus mit anderen zu fachsimpeln, zu spielen und zu lachen: Kameradschaftspflege stadtweit.

Mit Spannung erwarteten die Teilnehmer schließlich die Bekanntgabe der Ergebnisse. In der Mannschaftswertung siegte die Jugendfeuerwehr Oberelsungen vor Zierenberg 1 und Oelshausen 1. Geehrt wurden, in drei Altersklassen, auch die schnellsten Trupps auf Stadtebene. Zehn- bis Zwölfjährige: Moritz Göb und Ruben Döhne (Oberelsungen 2, 107 Sekunden). 13- bis 15-Jährige: Marie Hielscher und Tomke Bossel (Zierenberg 1, 77 Sekunden). 16- bis 18-Jährige: Josephine Wiegel und Franziska Flamme (Oberelsungen 2, 79 Sekunden).

Von Dorina Binienda-Beer

Quelle: HNA

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