Renaturierung kostet 60 000 Euro – Davon muss die Stadt 5000 Euro übernehmen

Mehr Natur für die Grenff

Wehr der Grenff bei Riebelsdorf: Im Zuge der beschlossenen Renaturierung des Baches wird es zurückgebaut. Foto: Döringer

Neukirchen. Die große Mehrheit des Neukirchener Stadtparlaments ist für die Renaturierung der Grenff zwischen der Kernstadt und Riebelsdorf. Ein Büro hat einen Kostenvoranschlag über 60 000 Euro erstellt, 80 Prozent davon würde das Land Hessen per Förderung übernehmen, vom Eigenanteil (12 000 Euro) trägt wiederum der Wasserverband Schwalm die Hälfe, sodass die Stadt Neukirchen weniger als 5000 Euro zu zahlen hat.

Damit wurde ein Antrag von Bündnis 90/Grüne befürwortet, neben Jastimmen gab es in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung vier Enthaltungen. Ein Wasserspielplatz soll entstehen

Freuen können sich auch Familien mit Kindern, im Bereich des Stadtparks soll im Zuge der Renaturierungsarbeiten ein Wasserspielplatz entstehen, gespeist von der Grenff. Außerdem sehen die Planungen Erdaushub sowie den Einbau von Wasserbausteinen und Rollkies vor, „Öffnung der Uferbefestigung zur Eigenentwicklung und Bettverbreiterung“ und „Verzahnung der Uferbiotope mit dem Umland durch Schaffung von amphibischen Feuchtbereichen“ – so heißen die geplanten Maßnahmen in der Fachsprache. Wehranlagen sollen zurückgebaut werden.

Kritsch äußerte sich nach der Antragsbegründung durch Grünensprecher Holger Arndt der FDP-Fraktionsvorsitzende. Helmut Reich meinte, es sei nicht Aufgabe der Stadt, mit Steuergeldern drei Wehre von Mühlenbesitzern zurückzubauen und befürwortete lediglich den Wasserspielplatz. Reich sagte, die Grünen hätten sich auf die bestehende Planung bloß draufgesetzt.

Dagegen hielt Arndt, die FDP sei „immer dagegen“, man habe sich nicht mit fremden Feder schmücken, sondern – nach Gesprächen mit Pro Neukirchen – nur den notwendigen Stein ins Rollen bringen wollen.

„Die Grünen waren halt schneller“, sagte mit einem Achselzucken CDU-Sprecherin Veronika Backes, „hervorragender Antrag“, meinte Ullrich Zulauf (FWG), der hätte noch rascher kommen können. Zur FDP-Variante für lediglich den Wasserspielplatz sagten 21 Stadtverordnete nein. ARTIKEL UNTEN

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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