Parlament berät über neue Form der Erdbestattung auf Spangenberger Friedhof

Mehr pflegefreie Gräber

Friedhof Spangenberg: Bürgermeister Peter Tigges (Foto) auf der Fläche, die für Erdrasengräber abgezirkelt werden soll. Foto: Grugel

Spangenberg. Der Spangenberger Friedhof ist deutlich lebendiger als es beim ersten Blick auf die Ruhestätte scheint. Für Bewegung sorgt zumindest eine stetige Neugestaltung.

Vor Jahren versetzte die Liebenbachstadt das Friedhofstor, der Bauhof legte neue Wege an und die Politik öffnete die Ruhestätte immer wieder für neue Bestattungsformen – heute nun entscheidet das Stadtparlament über die Anlage pflegefreier Grabreihen für Erdbestattungen im Sarg.

Damit reagiert die Liebenbachstadt auf Wünsche der Einwohner. Immer wieder mal wohnen Angehörige fernab und sind deshalb nicht in der Lage, ihre Familiengräber zu pflegen. Gleichwohl wollen die Spangenberger an ihrem Wohnort begraben werden. Pflegefreie Gräber sind da ein guter Kompromiss, erklärt Bürgermeister Peter Tigges das Konzept.

Spangenberg bietet bereits ein anonymes Grabfeld und ein gepflastertes Rondell mit umlaufenden Urnengräbern an. Beides ist pflegefrei, das heißt: Angehörige bezahlen die Ruhestätte mit einem Einmalbetrag und die Stadt pflegt sie 30 Jahre lang.

Das soll auch für das neue Reihengrabfeld gelten. Statt in der Urne kann man sich dort aber im Sarg beerdigen lassen. Anschließend wird die Fläche mit Rasen bepflanzt. Grabmale dürfen am Kopf der Ruhestätte auf einem vorab gestalteten Streifen in festgelegter Maximalgröße aufgestellt werden. Die Kosten für die Grabstelle belaufen sich unterm Strich nach dem zur Diskussion stehenden Satzungsentwurf auf 1460 Euro. Darin enthalten ist die Gebühr für 30 Jahre Pflege.

Weitere Themen der öffentlichen Parlamentssitzung sind unter anderem noch die Gebühren für Wasser und Abwasser und eine Änderung der Geschäftsordnung des Seniorenbeirates. In der sollen künftig Spangenberger ab einem Alter von 65 Jahren als Seniorinnen und Senioren benannt werden. (lgr) • Sitzungstermin: Donnerstag, 15. November, ab 19.30 Uhr im Informationszentrum der Spangenberger Burgsitzschule.

Quelle: HNA

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