Schrotthändler aus Wabern will das ehemalige Wohnheim Kellerwald kaufen

Mehr Platz für die Spinne

An der Schrottspinne: Schrotthändler Sascha Tiemann (rechts) will das Gelände des ehemaligen Wohnheims Kellerwald kaufen und dort sein Gewerbe betreiben. Mit im Bild von links Ehefrau Nicole Tiemann, Bruder Dennis Boos und Freund Mario Lottes. Foto: Feser

Winterscheid. Wo Spinnen seit Jahren ungestört krabbelten, könnten bald ganz große einziehen: Schrottspinnen. Denn Schrotthändler Sascha Tiemann aus Wabern will das 7400 Quadratmeter große Grundstück des seit Jahren leer stehenden, ehemaligen Wohnheims Kellerwald kaufen. Derzeit betreibt Tiemann seinen Schrotthandel von einem gemieteten Gelände in Wabern aus.

„Ich will mein eigener Herr sein“, sagt der 34-Jährige. Aber noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Heute Abend steht die Änderung des Flächennutzungsplanes auf der Tagesordnung der Gilserberger Parlamentssitzung. Denn das Gelände ist nicht für eine gewerbliche Nutzung ausgewiesen. Und die Änderung bedarf eines Parlamentsbeschlusses.

Ein weiterer Punkt: die Vertragsunterzeichnung. Der potenzielle Käufer Tiemann wartet noch auf den Beurkundungstermin des Notars. Erst wenn der Kaufvertrag geprüft und unterschrieben ist, ist das Geschäft rechtskräftig. Zum Kaufpreis will Tiemann keine Angaben machen.

Wenn die letzten Hürden genommen sind, soll mit dem Umbau begonnen werden. Das ehemalige Wohnheim will Tiemann zu Wohnungen umbauen. Ins Obergeschoss will er mit seiner Frau und den beiden Kindern ziehen. Die restlichen Gebäude will Tiemann für sein Unternehmen nutzen: als Garage für seinen Fuhrpark – drei Lastwagen mit Kränen und Schrottspinnen sowie fünf Autos – und als Lagerraum für den Schrott. Neben dem Wohnhaus soll ein Stellplatz für fünf bis zehn Container entstehen, plant Tiemann.

Die Firma TC Altmetallverwertung besteht seit 30 Jahren. Sascha Tiemann hat sie von seinem Vater übernommen. Nach eigenen Angaben ist er deutschlandweit unterwegs, um Altmetalle wie Aluminium, Kupfer und Stahl zu sammeln und zu verkaufen. Und bald will er mit seinem Schrott ins Gilserberger Hochland fahren. Dort, wo auch seine Schrottspinnen viel Platz haben. ARTIKEL RECHTS

Von Claudia Feser

Quelle: HNA

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