Der etwas andere Feuerwehrwettkampf lockte 137 Sportler zur Europas Challenge

Mit mehr Puste im Einsatz

Mörderisch: Der Parcours der EurOpas-Challenge in Hardegsen verlangte viel Kraft und Ausdauer von den Feuerwehr-Sportlern. Hier ziehen die beiden Fritzlarer Jannik Palluck (rechts) und Rene Siemon (links) einen 80 Kilogramm schweren Dummy. Fotos: Schrader

Hardegsen/Fritzlar. Vor 15 Jahren befiel den Feuerwehrmann Thomas Ziaja ein Virus: es war das Wettkampf-Fieber von dem Ziaja infiziert wurde. Seit sechs Jahren veranstaltet er nun selbst die etwas andere Art von Feuerwehr-Wettkämpfen und jährlich kommen mehr Teilnehmer und Zuschauer. Am Samstag gingen 137 Starter auf dem Parcours auf der Hardegser Burg bis an ihr Limit. Mit dabei auch eine Team der Feuerwehr Fritzlar. Trotz Regens feuerten 2500 Besucher die Feuerwehrleute an.

Ab 9 Uhr gingen im zehnminütigen Rhythmus jeweils vier Feuerwehrleute auf die Bahn und mussten rudern, Gewichtheben, Schläuche kuppeln und Schläuche ziehen. Am Ende hatten sie acht 20-Kilogramm-Kanister und einen 80-Kilogramm schwerer Dummy 20 Meter weit zu transportieren.

Die Kunst bei dem Wettkampf ist es, am Anfang nicht alles zu geben, sondern Reserven zu behalten. Besonders geübt darin ist Joachim Posanz vom TFA-Team Göttingen, der nach 5:58 Minuten als Schnellster ins Ziel kam.

„Der Extremsport ist nichts für Ungeübte“, sagte Axel Meyer, Abschnittsbrandmeister (West) im Landkreis Northeim, der seit Jahren an dem Wettstreit teilnimmt. „Regelmäßiges Training steigert nicht nur Fitness und Ausdauer, sondern macht auch Spaß.“

Unter den Teilnehmern waren auch sechs Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Fritzlar. „Zum dritten Mal nehmen wir in Hardegsen teil“, sagte Gruppenführer Steffen Link, der zu den Gründungsmitgliedern des „TFA-Team Fritzlar“ gehört, das seit 2009 regelmäßig Fitness trainiert. Mittlerweile gehören acht Männer und eine Frau zum Team, die an bis zu zehn Wettkämpfen dieser Art in ganz Deutschland teilnehmen.

„Das Training zahlt sich aus“, erklärte Link. Der Sport sei nicht nur gesund, sondern verschaffe den Mitgliedern bei Atemschutz-Einsätzen Ausdauer-Reserven.

Rene Siemon kam als erster Fritzlarer nach 7:47 Minuten als 27. ins Ziel, gefolgt von Jannik Palluck (28./7:48 Minuten), Steffen Link (42./8:14), Alexander Meyer (62./8:45), Benjamin Rohrer (79./9:26 und Ingo Link (91./10:12). (zsv)

Von Roland Schrader

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare