Elterninitiative fordert einen Spielplatz auf der Metze – Ortsbegehung ist geplant

Mehr Raum für die Kinder

Kinderreiches Wohngebiet: (von links) Magnus Kreuter, Romy und Matteo Darmstadt (alle 4) wohnen im Gebiet auf der Metze. Ihre Eltern fordern dort einen Spielplatz. Bisher gibt es an dieser Stelle zwei Fußballtore. Im Hintergrund ist der Sendemast zu sehen. Foto:  Schittelkopp

Treysa. Sie wollen, dass ihr Wohngebiet lebenswerter wird. Die Elterninitiative rund um die Familien Darmstadt und Kreuter wünschen sich, dass die Metze endlich einen Spielplatz bekommt. Dafür haben sie sich an den Ortsbeirat und den Bürgermeister gewandt. Nächste Woche soll dazu eine Ortsbesichtigung stattfinden.

„Im Sommer ist uns so richtig aufgefallen, dass es hier keinen Spielplatz gibt“, sagt Tobias Kreuter. Sein Sohn Magnus ist vier Jahre alt, das richtige Alter, um auf den Spielplatz zu gehen. Doch damit Magnus und seine Freunde toben können, müssen die Eltern oder Großeltern sie immer mit dem Auto fahren, nach Ziegenhain oder Ascherode zum Beispiel. Das wollen die Eltern nun ändern.

Sie stellen sich einen Spielplatz an der Stelle vor, an der sich derzeit der Bolzplatz befindet. Der Knackpunkt ist: Ein Sendemast steht in unmittelbarer Nähe. Das stellt für die Eltern allerdings kein Problem dar. „Die Stadt hätte doch kein Baugebiet hier ausgewiesen, wenn eine Gefahr für die Gesundheit bestehen würde“, sagt Fabian Darmstadt.

Ein Treffpunkt fürs Viertel

Die Eltern stellen sich einen Abenteuerspielplatz für ihren Nachwuchs vor, wie in Elnrode und Merzhausen beispielsweise. Denn nur ein schöner Spielplatz werde letztendlich von den Kindern angenommen. Auch eine Grillstelle und Bänke wünschen sie sich. Denn der Spielplatz soll darüberhinaus als Treffpunkt für Mütter und Väter dienen. „Der soziale Aspekt ist dabei wichtig“, sagt Darmstadt. Tobias Kreuter stellte das Anliegen im Treysaer Ortsbeirat vor. Die Familien sammelten 65 Unterschriften.

70 Häuser stehen bereits in dem Areal. Auf dem Baugebiet Metze II sollen weitere 32 Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen. „Potenzial ist da“, sagt Darmstadt, denn viele junge Familien mit Kindern wohnen dort oder wollen ein Haus bauen. Er denkt, ein Spielplatz würde gar neue Käufer für die Grundstücke anlocken.

Die Diskussion ist nicht neu. So gab es im vergangenen Jahre im Stadtparlament kritische Anmerkungen dazu, dass der Investor, die Grundstücksentwicklungsgesellschaft Schwalm-Eder, per Auflage aufgefordert werden soll, für das Neubaugebiet einen Spielplatz zu schaffen. Nun plant die Stadt einen Spielplatz für das ganze Viertel rund um Metze, Lehmenkraute, Igelsheide, Ulrichsweg und Wasenberger Straße.

Zur Debatte steht der Spielplatz Am Alten Bassin, der aufgewertet und vom Bewuchs befreit werden soll. Die Elterninitiative lehnt diesen Standort allerdings ab, er sei aus ihrer Sicht nicht optimal für Kinder. Denn er liege im Schatten, sei feucht, von Bäumen und Gestrüpp zugewachsen und für die Zahl der Metze-Kinder auch zu klein. Nun wollen die Eltern den Ortstermin abwarten, welche Vorschläge von Seiten des Bürgermeisters kommen. „Hauptsache ist, dass eine gute Lösung für die Kinder herauskommt“, sagt Kreuter.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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